Was mit Medien! Das digitale Lumpenproletariat

29. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Direkt nach Modeln ist der begehrteste Beruf aller Deutschen zwischen zehn und vierzig: Kabelschleppen beim WDR. Denn wenn man erst einmal ein Bein drin hat, dann ist man ganz nah am Nirwana der deutschen Geisteselite, dem Job, aus dem die Träume sind: Was mit Medien. Natürlich kommt man zum WDR nur, wenn man vorher bei der Zeit eine zeitlang am Kopierer stand und bei der Zeit am Kopierer stehen darf man nur, wenn die Mutter mit dem Leiter der Prekariatsabteilung im Kindergarten war. Oder aber man hat vorher beim SWR Toiletten geschrubbt, eine leicht zu erlangende Tätigkeit, hat man zuvor Tassen gespült beim Mitteldeutschen Rundfunk. Oder der Vater hat einst Skat gekloppt mit dem Leiter der Aufnahmeleitung, dann kann man auch auf das Drogenbesorgen für die Redakteure des Lokalblättchens verzichten. Es ist nicht leicht, zu den begehrten Fernsehsendern zu kommen, nicht einmal umsonst und das, obwohl es nicht ganz wenige Umsonststellen gibt im TV. Ralf Becker, Geschäftsführer des Medienconsultingunternehmens Mediarise, erläutert im Gespräch mit Meedia.de, dass „fast jeder vierte Mitarbeiter (…) Praktikant, Volontär oder freier Mitarbeiter“ sei. Freier Mitarbeiter heißt übrigens: frei von Rechten und guter Bezahlung.

Eine ganze Branche lebt von freiwilliger Umsonstarbeit – wäre das nicht auch ein Konzept für die Autoindustrie? Früher brauchte man für Sklaven noch Fußketten und Aufseher, heute reichen Motivational Speeches und die Möglichkeit, den Chef zu duzen. In meiner Kindheit waren Medien nicht verheißungsvoll, Fernsehen nicht besonders glamourös. Zwar gab es Showmaster, Showgirls und Showtreppen, aber alles sah aus, als sei es vom Bundesamt für Unterhaltung und Freizeitvergnügen konzipiert, vom Unterausschuss Bewegtbild vertagt und von der Arbeitsbrigade Frohes Schaffen schließlich zehn Jahre zu spät umgesetzt worden. Wir hatten ja nichts, nur die Spex. Und die haben wir nie verstanden.

Was macht also die Medien so verführerisch? Geld kann es nicht sein. Es ist die ungeheure Identifikation mit der Tätigkeit, der niemals enden wollende Spaß. Denn Spaß und Identifikation, das sind in einer unterfinanzierten Zeit die neue Leitwährungen. Geldfluss wird zum Ausnahmefall.

Erstaunlich klassisch geht es bei Textprovider zu, der Agentur, die für das Portal Einkaufswelt von T-Online tausend fingierte Nutzerkommentare verfasst hat.

Dort wird eine Leistung (Zitat aus der Unternehmensdarstellung von Textprovider: „Die Texte müssen nach einem bestimmten Leitfaden (Briefing) erstellt werden, welches Sie in der ersten Mail erhalten. Sie sollen beispielsweise eine bestimmte Länge aufweisen (…) oder eine gewisse Anzahl von Keywords beinhalten. Diese Keywords werden von unseren Kunden vorgegeben und entsprechen in der Regel den Suchbegriffen, die Suchende im Internet in das Suchfeld bei Suchmaschinen (z.B.: Google) eingeben.“) gegen Geld getauscht (Zitat: „Wie ist das mit der Bezahlung?– Geld gegen Vorlage“). Echtes Geld! Gegen Worte! Viel Geld wird es nicht sein, aber dafür ist immerhin die Berufsbezeichnung der Keywordauflister: Texter und Lektoren. Warum nicht gleich Großsschriftsteller und intellektueller Vorreiter?

Der Trend zur bargeldlosen Berufsarbeit hat durch das Web 2.0 einen gewaltigen Schub erhalten. Für zwei Jahre hat mein Freund K. bei einem Online-Magazin gearbeitet. Sein Chef hatte einen Messias-Komplex und beherrschte den Tom Sawyer-Trick. Tom Sawyer macht seinen Freunden weis, er mache die Arbeit an dem Zaun, den seine Tante Polly ihn zur Strafe streichen lässt, mit großer Freude. Am Ende hat er einen gut erhaltenen „Drachen, eine tote Ratte, zwölf Murmeln, eine blaue Glasscherbe zum Durchsehen und vieles mehr.“ Alles Reichtümer, die seine Freunde ihm überlassen haben für das Privileg, den Zaun streichen zu dürfen.

K. war unwahrscheinlich stolz, für dieses Magazin zu arbeiten. „Ich bin Teil einer Medienrevolution“, sagte er damals. Das einzig Revolutionäre an dem Magazin war, dass allein der Chef daran verdiente.

K. tüftelte tagein tagaus an der Seite und wurde mit einem Bürostuhl belohnt. Er schrieb kleine Artikel und bekam Applaus, manchmal gab es auch ein High Five. Die Zahl der Klicks war sein Lohn, die freundlichen Kommentare sein Brot.

Dann fiel im irgendwann auf, dass man Kommentare nicht essen kann und er fragte Tom Sawyer, ob er nicht einen Anteil an den Werbeeinnahmen haben könne. „Immer geht es nur ums Geld“, seufzte Tom und schaute auf seine iPhones. Dann rechnete er Karsten aus, dass der Point of Even noch nicht erreicht sei, es aber nur noch eine Frage der Zeit wäre, bis sie Spiegel Online überholt hätten. Und ob er nicht einen Riesenspaß hätte. „Du bist doch vorher auch zurecht gekommen, nimm doch jetzt die blöde Kohle nicht so wichtig, Dicker.“

Was Tom Sawyer im Kleinen machte, betreibt Arianna Huffington im großen Stil. Für ihr Blog Huffington Post schreiben über 3000 Blogger. Umsonst. Aus Enthusiasmus. Tretmühlen werden zu Jahrmarktsattraktionen. Autoren schreiben angeblich schlechter, wenn sie bezahlt werden. Allerdings vermieten Vermieter auch nachweislich schlechter, wenn sie nicht bezahlt werden. Ein ganz normaler Deal zwischen Online-Magazin und Autor sieht heute so aus: Ein Sponsor zahlt Hotel- und Reisekosten zu einem Ereignis, das Online-Magazin verlost die Möglichkeit, das Ereignis journalistisch zu begleiten, der Autor bewirbt sich öffentlich in den Kommentaren und wenn er Glück hat, dann darf er zu dem Ereignis fahren und darüber berichten. So sind alle glücklich: Der Magazinbetreiber bekommt kostenlose Artikel, der Sponsor gilt als Samariter und der Autor kann reisen, umsonst übernachten und auch noch da sein, wo er hinwill.

Die Artikel sind bei dieser Entstehungsgeschichte natürlich irgendwo zwischen so-la-la und unlesbar, aber mit etwas Suchmaschinenoptimierung kommen sowieso 50% der früher sogenannten Leser über Google, sehen, dass sie hier nicht das finden, was sie suchen und verschwinden wieder. Macht nichts, auch sie sind ein Klick. Geld fließt bei dieser Arbeitsweise natürlich nur zum Betreiber, aber Geld wird eben auch völlig überbewertet.

Vielleicht haben wir den Pyramidenbau ganz und gar falsch gesehen. Wahrscheinlich waren das keine Sklaven, die da die Steinquader transportierten. Das waren Bauern, die es einfach wunderbar fanden, an etwas Großem mitzuwirken.

(gesehen auf www.faz.net)

Dem Rambo sei Gsicht

21. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

„Rambo zeigt sein Gesicht“ prollt es vom Fronttransparent der S21-GegnerInnen und von der taz-Titelseite. Im Fernsehen zeigen gealterte ErstdemonstrantInnen ihre Freude darüber, Mappus als „Rambo“ identifizieren zu können: „Des isch ein Rämbo, ein Rämbo isch des!“

Oktober 20, 2010 von Nichtidentisches

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Freiheit für Doğan Akhanlı, einem Kämpfer für Völkerverständigung, Menschenrechte und gegen Antisemitismus

30. September 2010 Kommentare ausgeschaltet

Auch ThinkTank34 schließt sich dem Aufruf von haGalil an! (Aufruf findet sich im Artikel)

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Die K-Frage sorgt für Verwirrung – Die Kurden gelten nicht mehr als antiimperialistische Avantgarde

13. September 2010 Kommentare ausgeschaltet

Einst galten die Kurden der Linken als »unterdrücktes Volk« und Avantgarde im Kampf gegen den Imperialismus. Nun demonstrieren Linke gemeinsam mit türkischen Nationalisten und Islamisten.

Hätte man vor zehn Jahren prophezeit, dass der Tag kommen würde, an dem europäische Linke, ohne eine Miene zu verziehen, in einem Meer von türkischen Fahnen gegen Israel demonstrieren, wäre man bestenfalls ausgelacht worden. Aber die gewaltsame Aufbringung der »Mavi Marmara« hat es möglich gemacht. Ob in Bern, Berlin oder Paris – inmitten türkischer Fahnen marschierten Mitglieder der Partei »Die Linke«, der Schweizer Grünen und andere vermeintliche Internationalisten.

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Boykottiert die Boykotteure!

16. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Warum sich der Punk Johnny Rotten seinen Auftritt in Israel nicht verbieten lässt
von Richard Herzinger (Die Welt)

In den frühen Tagen der Punkbewegung sang Johnny Rotten ein nicht sehr schmeichelhaftes Lied über die britische Königin, in dem es hieß: „She ain’t no human being.“ Heute muss sich der einstige Kopf der Sex Pistols, der wieder unter seinem bürgerlichen Namen John Lydon singt und 54 Jahre alt ist, den Vorwurf selbst anhören – weil er mit seiner Gruppe Public Image Ltd in Tel Aviv auftreten will. „Johnny Rotten, du bist kein menschliches Wesen, wenn du für das faschistische Zionistenregime spielst!“ Mit solchen Hassparolen versuchen Propagandisten eines Israel-Boykotts, den Musiker zur Absage des für den 31. August angekündigten Konzerts zu nötigen.

John Lydon ist nicht der einzige prominente Popmusiker, der sich massivem öffentlichen Druck von Seiten antiisraelischer Aktivisten ausgesetzt sieht. Vor allem in Großbritannien werden Künstler mit offenen Briefen, Blog- und Facebookeinträge aggressiv bedrängt, Auftritte in Israel zu stornieren. Namhafte Musiker und Bands wie Carlos Santana, die Pixies und Elvis Costello beugten sich der Agitation und verzichteten auf bereits angekündigte Konzerte in Israel. Andere wie Elton John, Joan Armatrading und Jethro Tull widerstanden der kruden Logik der militanten Israelgegner, die einerseits die Abriegelung des Gaza-Streifens als „Kollektivbestrafung“ verdammen, andererseits aber alle israelischen Musikfans für vermeintliche Untaten ihrer Regierung büßen lassen wollen. „Nichts kann uns davon abhalten, hierher zu kommen“, hielt Elton John im Juni vor 50 000 begeisterten Fans in Tel Aviv dagegen. Schon im letzten Herbst hatte Madonna in Israel gesungen und sich danach demonstrativ in eine israelische Fahne gehüllt.

Doch selbst Künstler wie Ian Anderson von Jethro Tull glauben beschwichtigende Rechtfertigungen liefern zu müssen, warum sie weiterhin im jüdischen Staat auftreten wollen. Das zeigt, welche Wirkung die Stimmungsmache von Gruppen wie der „Palestine Solidarity Campaign“ – einem Bündnis aus radikalislamischen und linksextremen Gruppen, die Israel als „rassistischen Apartheidstaat“ denunzieren – inzwischen entfaltet hat. Anderson beteuerte, um dem Frieden und der Verständigung zu dienen, würde er „sogar im Iran und in Nordkorea“ auftreten. Ein grotesker Vergleich angesichts der Freiheiten, die Menschen verschiedenster ethnischer und religiöser Herkunft in der kosmopolitischen Demokratie Israels genießen. Dagegen mag man sich kaum ausmalen, was Künstlerexistenzen wie Costello und Anderson unter der Hamas-Herrschaft in Gaza zu erwarten hätten.

Keinerlei Lust auf Leisetreterei gegenüber den Israel-Boykotteuren verspürt aber der alte Punk John Lydon alias Johnny Rotten. Auf ihr Ansinnen antwortete er nicht nur mit einem schallenden Nein, er findet auch Gefallen daran, den Erpressern in altbewährter Angriffslust rhetorisch einzuheizen. Die Vorstellung, er unterstütze die israelische Regierung, wenn er für israelische Fans performe, sei Schwachsinn: „Ich bin gegen alle Regierungen und mache das bei allen Auftritten klar.“ Er spiele „für Menschen, nicht für Politiker“, erläuterte er in einem Fernsehinterview und fügte mit Blick auf den hinter mancher „Israelkritik“ verborgenen Judenhass mit weit aufgerissen Augen hinzu: „Auch Juden sind Menschen!“

Im Gespräch mit der englischen Tageszeitung „The Independent“ äußerte sich Lydon – in Rage gebracht durch Hass-Mails und Drohungen, man werde seine laufende Konzerttour durch Protestaktionen stören – noch deutlicher und gab ein drastisches politisches Statement ab: „Wenn sich Elvis fucking Costello aus einem Gig in Israel rausziehen will, weil er plötzlich sein Mitgefühl mit den Palästinensern entdeckt hat – gut für ihn. Aber ich habe eine absolute Regel: So lange kein arabisches Land, kein muslimisches Land mit einer Demokratie in Sicht ist, verstehe ich nicht, wie jemand ein Problem damit hat, wie sie (die Palästinenser) behandelt werden.“

Seitdem wird Lydon von den pro-palästinensischen Einpeitschern als „Rassist“ und „Büttel des zionistischen Regimes“ eingestuft. Ein Blogger der linken Tageszeitung „Guardian“ meinte ihm wegen seiner Weigerung, mit der antiisraelischen Meute zu heulen, „Verrat“ an seinen früheren Punk-Idealen vorwerfen zu müssen. Und offenbarte damit nur seine Unkenntnis der ursprünglichen Botschaft des Punk. Johnny Rottens Abscheu vor dem Konformismus moralisierender Weltverbesserer stand dem vor etablierten Mächten wie Monarchie, Staat und Kapital von Anfang an in nichts nach. Wenn es je eine Botschaft des Punk gegeben hat, lautet sie: Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich zu tun und zu denken haben, schon gar nicht von Leuten, die behaupten, das Gute gepachtet zu haben.

Indem er an diesem Impetus unerschütterlich festhält, widersetzt sich Lydon dem Versuch, das antiautoritäre Image der Popmusik für totalitäre Zwecke zu instrumentalisieren. Auch in Israel wird er freilich kein Blatt vor den Mund nehmen. Und muss es dort auch nicht. Im palästinensischen Autonomiegebiet wäre das anders: Kürzlich gab die deutsche Discogruppe Boney M. ein umjubeltes Konzert in Ramallah, unter dessen Zuhörern übrigens viele Israelis waren. Einen ihrer größten Hits, „Rivers of Babylon“, durften Boney M. dort freilich nicht singen. Denn in einer Zeile ist von der biblischen Sehnsucht nach Zion die Rede. Die Musiker fügten sich der Zensur klaglos.

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Ein schönes Wochenende trotz Regen wünscht ThinkTank34 mit dem A-Team und Hey Ayatollah, Leave Those Kids Alone!

13. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Der ganz normale deutsche Wahnsinn

4. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

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What Do The Flotilla Activists Want?

4. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

I know what I want, but I’m not quite sure what the flotilla activists want, although I do have my suspicions.

I want a peace deal to be cut between Israel and Palestine, along the lines of the proposal made by President Clinton and Ehud Barak in the year 2000. I want to turbo-charge and sweeten that deal by having Israel agree to help consolidate Palestinian security, because they need that, and to help grow the Palestinian economy with good paying jobs, including green jobs. I want to end the occupation. I want to see two states living side by side in peace, and partnering together for the sake of a brighter future. And finally, I want this peace between Israel and Palestine, this model, this seed, to be the impetus that gives birth to a new and revitalized Middle East, a Middle East in which everyone has a place at the table, a stake in his or her future, and where every child bears witness to the realization of a Vision of Hope, a vision of Peace, Prosperity, and Freedom.

That’s what I want. Is that what the flotilla activists want? With all due respect to the dead, I tend to doubt it.

Let’s start with the assumption that the activists are peace loving people who simply want to deliver humanitarian aid to the people of Gaza. OK. But why not allow the ship to be inspected? The other ships were inspected and the humanitarian goods were sent directly to Gaza. Such is the case with the many ships and trucks that deliver aid to Gaza on a daily basis. Why did the activists on the Mavi Marmara not cooperate in this regard? Could it be that they were trying to deliver more than humanitarian supplies?

There are other troubling questions which come to mind. The activists, according to extensive video footage, seemed highly prepared for a violent confrontation. They wielded weapons such as knives, handguns, steel rods, and chains. And when the Israeli soldiers first came on board, albeit by helicopter, they were violently attacked by an angry mob, and in fact, one of them was thrown overboard. This happened before the soldiers started shooting, when they were armed with paint-ball guns. Do peace activists normally resort to violence so easily? Is that what peace is all about?

Other questions come to mind. Why was a prayer meeting held on the ship with the call for the downfall of the “Zionist Entity” and for Shuhad (suicide in the name of Allah)? Why did the Arab Media report that the flotilla activists were writing wills, preparing for martyrdom, and determined to reach Gaza or die? Why was Senanur Bengi, one of the activists, quoted as saying, “I love my father very much. I miss him a lot. He asked me if I want something. I replied him that I hope he would become a martyr?”

Does this incident strike you as an example of peace loving activists who want to help by delivering humanitarian aid to the people of Gaza? What’s all this martyrdom talk all about? Since when has martyrdom become a pre-requisite for humanitarian aid?

Is Israel without blame in all this? No. The violent confrontation could probably have been avoided with better planning on Israel’s part. And some would criticize Israel for imposing the blockade in the first place. But a good case could be made that Israel’s actions do comply with international law. Israel and Gaza have been, and are still, at war. Thousands of missiles and mortars were launched from Gaza into Israel’s cities, putting some 250,000 Israelis in harm’s way. Hamas has stated publicly, over and over again, its determination to liquidate the Jewish State. Hamas gets its funding and weapons from Iran, who has also expressed its desire to “wipe Israel off the map.” Is it that unreasonable to inspect incoming ships for weapons, considering that weapons are being smuggled into Gaza on a daily basis? Would you expect any less of your government under similar circumstances?

Could Israel be doing more to advance the cause of peace? Yes. A lot more. But advancing the cause of peace should not, and cannot, come at the expense of security, especially when a nation is facing existential threats on a daily basis.

My hunch, although I could be wrong, is that the flotilla activists, or at least some of them, were determined to break the blockade, and in so doing, provoke a violent confrontation with Israel. In short, they were looking for a fight. At least some of the people, I hate to say it; do not want an end to the occupation. They do not want a peace treaty. They do not want two states living side by side in partnership and peace. They want; I’ll call it as I see it, nothing less than to dismantle the Jewish State.

And what better way to begin the process of dismantling the Jewish State, than by first undertaking to delegitimize Israel in the eyes of the world? In this public relations war, a war which Israel has failed to win, what better way to delegitimize Israel than to provoke her into attacking a flotilla of humanitarian aid? It’s perfect. Let Israel fall on her own sword, and she did. And such an effort at delgitimization is part and parcel of an international effort to demonize Israel, and to use that platform to call for boycotts, divestment and sanctions (BDS).

It is the ultimate irony, however, that Israelis is not the problem in the Middle East. She is the solution. Eran Shayshon, who works for a think tank in Israel, wants to rebrand Israel as the fount of “creative energy.” He emphasizes her high tech and science, burgeoning economy, entrepreneurial zeal, energetic lifestyle, and vibrant diversity of opinion and culture. I would add that Israel is a vibrant democracy that for the most part, protects the rights of minorities including her 20% Arab minority. As far as I’m concerned, it would not be an exaggeration to say that if you destroy Israel, you destroy the hope for the Middle East. Israel offers a lot of what the Middle East needs. Israel is one of the few examples in the Middle East that inspires a sense of hope. And for some, that’s exactly the problem. Couldn’t the Middle East benefit from some of what Israel has to offer? And couldn’t Israel benefit from partnering with the Arab world? What keeps us from making that happen except an allegiance to wrong-headed thinking?

I may seem overly cynical to some. I’m not. Hope and peace resonate loudly in the very being of my soul. But I would like to believe that I see things as they are, at least some of the time. I understand that passions run high on both sides of this issue. In the final analysis, however, I cannot help but conclude that the flotilla was not simply an honest effort at humanitarian aid. It was designed and executed as a provocation, with violence and martyrdom as the intended outcome.

Such efforts my make some feel good about themselves, but they will not bring peace. For peace to come we will have to find the courage and the wisdom to let go of some of our closely held beliefs, in favor of ideas we can believe in even more, like Peace, Prosperity, and Freedom

Quelle: http://www.mideastyouth.com/2010/06/04/what-do-the-flotilla-activists-want/

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Die Krise des Katholizismus

2. Mai 2010 Kommentare ausgeschaltet

auf den musikalischen Punkt gebracht:

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Akademische Freiheit mit Ausnahmen

7. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein libanesischer Akademiker wird angegriffen, weil er israelische Akademiker nicht boykottiert, die für den Boykott Israels eintreten…

Es kam zum politischen Tumult an der amerikanischen Universität Beirut, wegen der Zusammenarbeit zwischen einem lokalen arabischen Professor und zwei israelischen Akademikern.

Von Karl Pfeifer

In der Halle der amerikanischen Universität Beirut (AUB), kam es Anfang März 2010 zu einem Tumult als fast 300 Teilnehmer einer Versammlung den Akademiker und palästinensischen Aktivisten Sari Hanafi geißelten, weil er Mitherausgeber des Buches “The Power of Inclusive Exclusion: Anatomy of Israeli Rule in the Occupied Palestinian Territories”, ist.

Hanafi arbeitete zusammen mit den zwei Akademikern der Universität Tel Aviv, Adi Ophir und Michal Givoni, die öffentlich gegen die Präsenz israelischen Militärs in der Westbank auftreten.
Das libanesische Gesetz verbietet den Kontakt zwischen Libanesen und Israelis. Beide Länder befinden sich pro forma im Kriegszustand. Es gibt auch eine andauernde Bemühung, Israel zu isolieren, die Palestinian Academic Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel, die von vielen Studenten und Lehrern der AUB unterstützt wird.

“Diese offene Kollaboration zwischen einen israelischen und einen AUB Akademiker ist ohne Präzedenz während der 50 Jahre meines Tätigkeit an dieser Universität“ sagte Tarif Khalidi, Professor für arabische und nahöstliche Studien an der AUB, während dieser Versammlung am 8. März. „Ich sage ‚offen’ weil Gott weiß was unter dem Tisch geschieht. Das ist besonders beunruhigend in einem Land wie dem Libanon, der sich noch immer im Kriegszustand mit Israel befindet.“

Hanafi hat sich vor den Studenten und den Lehrer entschuldigt, jedoch sich mit aller Kraft vor den Versammelten verteidigt. „Wir sind einer gemeinsamen Sache verpflichtet, welche den Raum öffnen soll für ein kräftiges jedoch respektvolles Gespräch über den akademischen Boykott und die Publikation meines jüngsten Buches“ sagte der 47 jährige Sozialwissenschaftler.

“Die jetzige Israelische Regierung ist möglicherweise die bösartigste in der Geschichte dieses Staates,“ sagte Khalidi. „Jeder Akt der Kooperation oder Kollaboration wird in Israel als ein Schlag gegen den internationalen Boykott gesehen. Ich kenne kein Beispiel, bei dem Kollaboration mit israelischen Wissenschaftlern irgendeinen Grades Palästina, dem Libanon oder der arabischen Welt helfen konnte.“

Die Angelegenheit hat den Campus geärgert. Ahmad Dallal Provost der AUB, hat einen Brief veröffentlicht mit dem er Ruhe fordert aber die Gelehrten erinnert, dass sie die libanesischen Bestimmungen beachten müssen. “Ich benütze diese Gelegenheit, um alle Mitglieder unserer Gemeinschaft zu erinnern, dass wir als eine Universitätsinstitution mit einer historischen Präsenz im Libanon und dem Nahen Osten, AUB den essentiellen Werten der akademischen Freiheit tief verpflichtet sind und das innerhalb der Grenzen des libanesischen Gesetzen, welche strikt die Mitarbeit an israelischen Institutionen verbieten“, schrieb er.

Die israelischen Kollegen von Hanafi, Adi Ophir und Michal Givoni waren unter den 540 Unterzeichnern einer Petition, die wegen Israels Politik in der West Bank und Gaza einen Boykott israelischer Waren und Institutionen fordern.

Also zusammenfassend kann gesagt werden, die amerikanische Universität Beirut ist der akademischen Freiheit verpflichtet, ausgenommen wenn es um die Zusammenarbeit mit israelischen Akademikern geht, weil dies den Boykott Israels unterminieren würde, welcher doch der Sache Palästinas dient – und dass dieser Boykott israelische Akademiker einschließt, die selbst den Boykott Israels befürworten, um ihr Land zu zwingen die „brutale Politik“ gegenüber den Palästinensern zu beenden.

So schließt sich der Kreis. Der nächste logische Schritt für diese israelischen Akademiker ist sich selbst zu boykottieren. Mein Mitleid mit diesen Akademikern, die zum Boykott ihres eigenen Landes aufrufen, hält sich in Grenzen.

Quelle: Los Angeles Times

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