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Archiv für die Kategorie ‘Israel’

Die Poesie der Auslassung

15. September 2011 Kommentare ausgeschaltet

Peter Münch, der große Lyriker in Diensten der Süddeutschen Zeitung, hat, wie er es im Moment fast täglich tun darf, die Situation im Nahen Osten „analysiert“. Seinen eindrücklichen Beschreibungen der Lebensrealitäten vor Ort mangelt es niemals an Empathie für die „unterdrückten Palästinenser“, er ist schließlich in Tel Aviv stationiert und weiß somit, wovon er spricht und schreibt. Bei ihm ist die Gaza-Flottille noch ein aufrechter Versuch, den geschundenen, Hamas wählenden und Israel von der Landkarte fantasierenden Bewohnern des Küstenstreifens beizustehen, weshalb er bei dem Begriff „Hilfskonvoi“ auch ohne Anführungszeichen auskommt. Münchs Stärke liegt bei der gesamten Thematik, die ja eine recht komplexe sein kann, in der Kunst der Auslassung, in der Reduktion auf jene Teile seiner Wirklichkeit, die der durchschnittliche SZ-Leser zu goutieren weiß.

Während die Palästinensische Führung, zumindest mal die Hälfte davon, die staatliche Anerkennung in der UN vorantreibt, ruft die Fatah zu einem „Tag des nationalen Kampfes“ auf. Münch darf und/oder muss darüber berichten und schon im Subtitel wird unmissverständlich klar gemacht, wer hier eigentlich wen bedroht: „Die Palästinenser im Westjordanland kündigen gewaltfreie Demonstrationen an, die israelischen Siedler rüsten sich mit Tränengas und Waffen“. Soweit, so Münch-typisch, und der Vorteil dieser „Berichterstattung“ ist dann natürlich, dass man den folgenden Artikel gar nicht zu lesen braucht, um sich mental auf die richtige Seite zu schlagen oder wahlweise an den Kopf zu fassen. Liest man den Bodytext dennoch, erlebt man ein Rührstück à la Tel-Aviv-Peter: Wir lernen Issa Amro kennen, einen aufrechten Aktivisten und Organisator des „gewaltlosen Widerstands“ in Hebron, der seines Zeichens aber auch ein ganz klein wenig Angst hat, dass das Ganze nicht so friedlich bleibt, wie das ganze Westjordanland und der Korrespondent der SZ es herbeiwünschen. Immerhin mobilisiert Israel ganze Reservisten-Bataillone und die Siedler… siehe Subtitel. Wenn es bei Pistol-Peter um mögliche Angriffe auf nahegelegene jüdische Siedlungen geht, wird es dagegen wohlig unbestimmt: sie „könnten sehr leicht in den Mittelpunkt der Proteste geraten“, einer Naturkatastrophe gleich. Oder weniger dramatisch: wie Ebbe und Flut. Keine Subjekte mehr, die Dinge initiieren, tun, bewusst in Angriff nehmen (im wahrsten Sinne des Wortes), nur noch Dinge, die geschehen. PM vergisst an dieser Stelle natürlich auch nicht zu erwähnen, dass die nächste und größte Siedlung, Kirjat Arba, international angeblich als illegal gilt und liefert somit schon im Vorfeld die Begründung für folgerichtige palästinensische Aktionen am nationalen Kampftag.

Weil die SZ aber wohl eine feine Trennlinie zwischen lediglich tendenziös und völlig durchgeknallt vorgibt, greift der ergriffene Nahost-Poet Münch in seine Trickkiste und zaubert „gewaltbereite Kräfte auf beiden Seiten“ aus dem Hut. Puuuh, so ist man wenigstens davor gefeit, wieder mit der „Antisemitismuskeule“ traktiert zu werden.

„…und in diesem Sommer hatten bereits zwei Demonstrationen an Israels nördlichen Grenzen in einem Blutbad geendet“ schreibt Münch dann kurz vor Ende seiner Reihung von Issa „the peace loving activist“ Amro-Zitaten, die doch eigentlich nur seine eigenen Wünsche spiegeln. Natürlich vergisst er, bei seinem Hinweis auf die beiden „Blutbäder“ den Kontext der versuchten Grenzerstürmung zu erwähnen. Man muss ja auch nicht alles auf einmal erzählen. Insofern kann man sich auf die nächsten Münchiaden freuen, sie kommen mit Sicherheit…
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Erdbeben im Nahen Osten

2. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Ist die Freiheit für die Bevölkerungen des Nahen Ostens außer Reichweite? Sind Millionen von Männern, Frauen und Kindern von der Geschichte dazu verdammt, in der Despotie zu leben? Werden sie nie die Freiheit kennen lernen und in dieser Hinsicht nie auch nur eine Wahl haben? […] 60 Jahre lang hat der Westen den Mangel an Freiheit im Nahen Osten gerechtfertigt, ohne dass es ihm Sicherheit gebracht hätte – denn auf Dauer kann Stabilität nicht zulasten der Freiheit erkauft werden. Solange der Nahe Osten ein Ort bleibt, an dem Freiheit nicht gedeiht, wird er auch ein Ort bleiben, der Stagnation, Ressentiments und Gewalt beherbergt und exportiert. (George W. Bush in einer Rede aus Anlass des zwanzigjährigen Bestehens der National Endowment for Democracy, 6. November 2003)

Der Nahe Osten erlebt gerade ein politisches Erdbeben sondergleichen, und die Potentaten zittern wie Espenlaub. Das haben sie schon getan, als es im Sommer 2009 den Aufstand im Iran gab; nun ist Ben-Ali in Tunesien weg, Mubarak in Ägypten wankt, Abdullah hat in Jordanien soeben die Regierung entlassen, im Jemen und im Sudan wird demonstriert, im Gazastreifen unterbindet die Hamas gewaltsam jegliche Solidarisierung mit den ägyptischen Demonstranten, die Palästinensische Autonomiebehördedenkt über Wahlen auf lokaler Ebene nach, und in Syrien zieht Assad schon mal präventiv Schlägertrupps der Hizbollah an der Grenze zusammen, weil er ahnt, was kommen wird. Das Regime in Teheran lässt zwar offiziell verlautbaren, die Demonstrationen in Ägypten als Schritt zu einem „islamischeren Nahen Osten“ zu begrüßen; dass es in Wahrheitjedoch fürchtet, auch im Iran könnten sich erneut Massenproteste regen, zeigt sich schon daran, dass es den Internetzugang stark eingeschränkt hat – um die Verfolgung der Geschehnisse in Kairo, Alexandria und Suez zu erschweren.

Es ist der so mutige wie entschlossene Ruf nach Freiheit und einem besseren Leben, der in allen diesen Ländern die (unterschiedlich starken) Erhebungen gegen die jeweiligen Autokraten dominiert. Antiisraelische und antiamerikanische Parolen und Transparente sind zwar ebenfalls gegenwärtig, etwa in Ägypten, aber allem Anschein nach randständig – bislang zumindest. Das Gleiche gilt für die Forderung, islamische Gottesstaaten einzurichten. Genau das ist es, was so viele „Nahostexperten“ und Islamwissenschaftler in Erklärungsnot bringt, denn diese konnten sich die so ermüdend oft beschworene „arabische Straße“kaum je anders vorstellen denn als Ansammlung zorniger Männer mit Vollbärten und Kopfwindel, die israelische und amerikanische Fahnen verbrennen und „Allah ist größer“ rufen – weil das nun mal ihrer „Kultur“ entspreche, die es zu respektieren gelte. Um ihre offenkundige Blamage in Grenzen zu halten, tun diese Bescheidwisser nun so, als hätten sie nie etwas anderes befürwortet als Demokratisierungsprozesse im Nahen Osten, die jedoch leider insbesondere von den USA und Israel beständig sabotiert worden seien.

Hannah Arendt schrieb bereits 1963: „Es ist ein Zeichen echter Revolutionen, dass sie in ihren Anfangsstadien leicht und verhältnismäßig blutlos verlaufen, dass ihnen die Macht gleichsam in den Schoß fällt, und der Grund hierfür liegt darin, dass sie überhaupt nur möglich sind, wo die Macht auf der Straße liegt und die Autorität des bestehenden Regimes hoffnungslos diskreditiert ist. Revolutionen sind die Folge des politischen Niedergangs eines Staatswesens, sie sind niemals dessen Ursache.“ Die Aufstände und Demonstrationen in nicht eben geringen Teilen des Nahen Ostens sind bereits die Konsequenz aus einem solchen Niedergang der Autokratien, Despotien und Diktaturen. Die entscheidende Frage ist nun, wer die Macht übernimmt. In diesem Zusammenhang werden zurzeit die Geschehnisse häufig mit den Umwälzungen des Jahres 1989 in Osteuropa verglichen. Im Falle Ägyptens kommt allerdings noch ein ganz anderer Vergleich hinzu – mit dem Jahr 1979 nämlich, als im Iran zunächst der Schah gestürzt wurde, bevor schließlich die Mullahs ihr grausames Regime etablierten.

Tatsächlich scheint die letztgenannte Analogie nahe zu liegen, wie beispielsweise Barry Rubin, Direktor des im israelischen Herzliya ansässigen Global Research in International Affairs Centerdeutlich machte: „Die iranische Revolution dauerte fast ein Jahr lang, wobei die Islamisten erst nach fünf oder sechs Monaten auftauchten. Viele Experten prophezeiten damals, dass moderate Demokraten künftig die Geschicke des Landes lenken würden und die Machtübernahme durch ein islamistisches Regime undenkbar sei. Doch bekanntlich trat das Gegenteil ein“ – und der große Terror wurde entfesselt. Auch in Ägypten hält sich die islamistische Muslimbruderschaft – die einzig relevante organisierte Oppositionskraft – bei den Protesten bislang merklich zurück, zuvorderst aus taktischen Gründen. In Mohammed El-Baradei – der als Chef der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) alles tat, um die Gefahr eines nuklear bewaffneten Iran herunterzuspielen – verfügt sie jedoch über einen prominenten Fürsprecher und Bündnispartner, der nur zu gerne ägyptischer Regierungschef werden würde.

Der moderne Berufsrevolutionär, auch das ergibt sich aus Hannah Arendts Ausführungen, tritt erst so richtig auf den Plan, wenn die Macht ihm nachgerade zufliegt. Und so ist es für die Muslimbrüder kein größeres Problem, noch ein wenig zu warten – sowie in Interviews bisweilen sogar Kreide zu fressen und etwas von Demokratie und Menschenrechten zu erzählen –, zumal eine zu große Präsenz auf den Demonstrationen Mubaraks Sicherheitsapparat den idealen Anlass liefern würde, die Schraube der Repression deutlich anzuziehen. Aus der Sicht der Gotteskrieger entwickeln sich die Dinge gerade in ihrem Sinne, und ein Blick auf eine Umfrage des renommierten Washingtoner Pew Research Center vom Dezember 2010 zeigt, dass ihre Sehnsüchte durchaus eine solide Basis haben könnten: Demnach sympathisieren immerhin 20 Prozent der ägyptischen Muslime mit Al-Qaida, 30 Prozent mit der Hizbollah und 49 Prozent mit der Hamas. 77 Prozent befürworten das Handabhacken bei Diebstahl und Raub, 82 Prozent die Steinigung bei Ehebruch und 84 Prozent die Todesstrafe bei einer Abkehr vom Islam. Gemessen daran – und eingedenk eines in Ägypten überaus verbreiteten Antisemitismus – ist es erst recht bemerkenswert, wie wenig dezidiert pro-islamische sowie antiisraelische und antiamerikanische Inhalte bisher die Proteste geprägt haben.

Sollte die antisemitische Muslimbruderschaft tatsächlich zur Macht gelangen, etwa mithilfe ihres Steigbügelhalters El-Baradei, wäre dies nicht nur für die Ägypter – die dadurch vom autokratischen Regen in die islamistische Traufe kämen – eine Katastrophe, sondern für den gesamten Nahen Osten und insbesondere für Israel. Der ägyptische Präsident Husni Mubarak war stets für alle israelischen Regierungen – trotz oftmals öffentlich geäußerter Feindseligkeiten – ein einigermaßen verlässlicher Partner, der dem jüdischen Staat selbst in Kriegszeiten etliche von dessen ärgsten Feinden vom Hals gehalten und den Ambitionen des Iran die Stirn geboten hat. Mubaraks Vorgänger Sadat war 1981 von Islamisten ermordet worden, weil er es gewagt hatte, einen Friedensvertrag mit Israel auszuhandeln und zu unterzeichnen. Dieses Abkommen hatte zwar nie mehr als das zur Folge, was mit dem hässlichen Begriff „kalter Frieden“ zutreffend umschrieben ist, aber Mubarak hat es eingehalten. Und wenn man weiß, dass es Israel – der nur allzu realistischen Einschätzung folgend, dass ein echter Frieden mit seinen Nachbarn auf absehbare Zeit unerreichbar ist – in erster Linie um die Sicherheit seiner Bürger zu tun ist und sein muss, versteht man auch gut, warum es sich an diesen außenpolitisch halbwegs berechenbaren Potentaten hielt und hält. Realpolitik ist oft hässlich – den jüdischen Staat aber gäbe es längst nicht mehr, hätte er sich wohlklingenden Ideen und den Ratschlägen vermeintlicher Freunde unterworfen.

Der deutsch-ägyptische Schriftsteller Hamed Abdel-Samad, der zurzeit in Kairo weilt und dort an den Protesten gegen Mubarak teilnimmt, hat sich in einem Interview der Zeitschrift Cicero sehr optimistisch geäußert, was die Zukunft Ägyptens und des Nahen Ostens insgesamt betrifft. Die Muslimbrüder seien auf den Demonstrationen in der Minderheit und würden „von allen Bürgern sofort zurechtgewiesen, wenn sie ihre Parolen rufen“. Es gebe mittlerweile „eine neue Generation, die überhaupt nichts mit den Islamisten zu tun haben möchte“, sondern nach „Veränderung, Demokratie, Freiheit und Wohlstand“ strebe. Zudem wäre, so Abdel-Samad weiter, „eine neue, demokratische Regierung in Ägypten für Israel viel sicherer als Mubaraks Unterdrücker-Regierung“, weshalb er Israel dazu rate, „mit uns Ägyptern zu flirten. Es wäre eine tolle Geste, wenn Israel als demokratischer Staat der ägyptischen Demokratiebewegung die Hand reichen würde.“ Schließlich seien „die Aufstände in Tunesien und Ägypten die Todesurkunde für alle diktatorischen Systeme Arabiens“.

Ein nahöstliches 1989 also und kein zweites 1979? Nichts wäre grandioser, als wenn Abdel-Samad Recht behielte.

http://lizaswelt.net/2011/02/02/erdbeben-im-nahen-osten/
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Die K-Frage sorgt für Verwirrung – Die Kurden gelten nicht mehr als antiimperialistische Avantgarde

13. September 2010 Kommentare ausgeschaltet

Einst galten die Kurden der Linken als »unterdrücktes Volk« und Avantgarde im Kampf gegen den Imperialismus. Nun demonstrieren Linke gemeinsam mit türkischen Nationalisten und Islamisten.

Hätte man vor zehn Jahren prophezeit, dass der Tag kommen würde, an dem europäische Linke, ohne eine Miene zu verziehen, in einem Meer von türkischen Fahnen gegen Israel demonstrieren, wäre man bestenfalls ausgelacht worden. Aber die gewaltsame Aufbringung der »Mavi Marmara« hat es möglich gemacht. Ob in Bern, Berlin oder Paris – inmitten türkischer Fahnen marschierten Mitglieder der Partei »Die Linke«, der Schweizer Grünen und andere vermeintliche Internationalisten.

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Boykottiert die Boykotteure!

16. August 2010 Kommentare ausgeschaltet

Warum sich der Punk Johnny Rotten seinen Auftritt in Israel nicht verbieten lässt
von Richard Herzinger (Die Welt)

In den frühen Tagen der Punkbewegung sang Johnny Rotten ein nicht sehr schmeichelhaftes Lied über die britische Königin, in dem es hieß: „She ain’t no human being.“ Heute muss sich der einstige Kopf der Sex Pistols, der wieder unter seinem bürgerlichen Namen John Lydon singt und 54 Jahre alt ist, den Vorwurf selbst anhören – weil er mit seiner Gruppe Public Image Ltd in Tel Aviv auftreten will. „Johnny Rotten, du bist kein menschliches Wesen, wenn du für das faschistische Zionistenregime spielst!“ Mit solchen Hassparolen versuchen Propagandisten eines Israel-Boykotts, den Musiker zur Absage des für den 31. August angekündigten Konzerts zu nötigen.

John Lydon ist nicht der einzige prominente Popmusiker, der sich massivem öffentlichen Druck von Seiten antiisraelischer Aktivisten ausgesetzt sieht. Vor allem in Großbritannien werden Künstler mit offenen Briefen, Blog- und Facebookeinträge aggressiv bedrängt, Auftritte in Israel zu stornieren. Namhafte Musiker und Bands wie Carlos Santana, die Pixies und Elvis Costello beugten sich der Agitation und verzichteten auf bereits angekündigte Konzerte in Israel. Andere wie Elton John, Joan Armatrading und Jethro Tull widerstanden der kruden Logik der militanten Israelgegner, die einerseits die Abriegelung des Gaza-Streifens als „Kollektivbestrafung“ verdammen, andererseits aber alle israelischen Musikfans für vermeintliche Untaten ihrer Regierung büßen lassen wollen. „Nichts kann uns davon abhalten, hierher zu kommen“, hielt Elton John im Juni vor 50 000 begeisterten Fans in Tel Aviv dagegen. Schon im letzten Herbst hatte Madonna in Israel gesungen und sich danach demonstrativ in eine israelische Fahne gehüllt.

Doch selbst Künstler wie Ian Anderson von Jethro Tull glauben beschwichtigende Rechtfertigungen liefern zu müssen, warum sie weiterhin im jüdischen Staat auftreten wollen. Das zeigt, welche Wirkung die Stimmungsmache von Gruppen wie der „Palestine Solidarity Campaign“ – einem Bündnis aus radikalislamischen und linksextremen Gruppen, die Israel als „rassistischen Apartheidstaat“ denunzieren – inzwischen entfaltet hat. Anderson beteuerte, um dem Frieden und der Verständigung zu dienen, würde er „sogar im Iran und in Nordkorea“ auftreten. Ein grotesker Vergleich angesichts der Freiheiten, die Menschen verschiedenster ethnischer und religiöser Herkunft in der kosmopolitischen Demokratie Israels genießen. Dagegen mag man sich kaum ausmalen, was Künstlerexistenzen wie Costello und Anderson unter der Hamas-Herrschaft in Gaza zu erwarten hätten.

Keinerlei Lust auf Leisetreterei gegenüber den Israel-Boykotteuren verspürt aber der alte Punk John Lydon alias Johnny Rotten. Auf ihr Ansinnen antwortete er nicht nur mit einem schallenden Nein, er findet auch Gefallen daran, den Erpressern in altbewährter Angriffslust rhetorisch einzuheizen. Die Vorstellung, er unterstütze die israelische Regierung, wenn er für israelische Fans performe, sei Schwachsinn: „Ich bin gegen alle Regierungen und mache das bei allen Auftritten klar.“ Er spiele „für Menschen, nicht für Politiker“, erläuterte er in einem Fernsehinterview und fügte mit Blick auf den hinter mancher „Israelkritik“ verborgenen Judenhass mit weit aufgerissen Augen hinzu: „Auch Juden sind Menschen!“

Im Gespräch mit der englischen Tageszeitung „The Independent“ äußerte sich Lydon – in Rage gebracht durch Hass-Mails und Drohungen, man werde seine laufende Konzerttour durch Protestaktionen stören – noch deutlicher und gab ein drastisches politisches Statement ab: „Wenn sich Elvis fucking Costello aus einem Gig in Israel rausziehen will, weil er plötzlich sein Mitgefühl mit den Palästinensern entdeckt hat – gut für ihn. Aber ich habe eine absolute Regel: So lange kein arabisches Land, kein muslimisches Land mit einer Demokratie in Sicht ist, verstehe ich nicht, wie jemand ein Problem damit hat, wie sie (die Palästinenser) behandelt werden.“

Seitdem wird Lydon von den pro-palästinensischen Einpeitschern als „Rassist“ und „Büttel des zionistischen Regimes“ eingestuft. Ein Blogger der linken Tageszeitung „Guardian“ meinte ihm wegen seiner Weigerung, mit der antiisraelischen Meute zu heulen, „Verrat“ an seinen früheren Punk-Idealen vorwerfen zu müssen. Und offenbarte damit nur seine Unkenntnis der ursprünglichen Botschaft des Punk. Johnny Rottens Abscheu vor dem Konformismus moralisierender Weltverbesserer stand dem vor etablierten Mächten wie Monarchie, Staat und Kapital von Anfang an in nichts nach. Wenn es je eine Botschaft des Punk gegeben hat, lautet sie: Ich lasse mir von niemandem vorschreiben, was ich zu tun und zu denken haben, schon gar nicht von Leuten, die behaupten, das Gute gepachtet zu haben.

Indem er an diesem Impetus unerschütterlich festhält, widersetzt sich Lydon dem Versuch, das antiautoritäre Image der Popmusik für totalitäre Zwecke zu instrumentalisieren. Auch in Israel wird er freilich kein Blatt vor den Mund nehmen. Und muss es dort auch nicht. Im palästinensischen Autonomiegebiet wäre das anders: Kürzlich gab die deutsche Discogruppe Boney M. ein umjubeltes Konzert in Ramallah, unter dessen Zuhörern übrigens viele Israelis waren. Einen ihrer größten Hits, „Rivers of Babylon“, durften Boney M. dort freilich nicht singen. Denn in einer Zeile ist von der biblischen Sehnsucht nach Zion die Rede. Die Musiker fügten sich der Zensur klaglos.

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What Do The Flotilla Activists Want?

4. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

I know what I want, but I’m not quite sure what the flotilla activists want, although I do have my suspicions.

I want a peace deal to be cut between Israel and Palestine, along the lines of the proposal made by President Clinton and Ehud Barak in the year 2000. I want to turbo-charge and sweeten that deal by having Israel agree to help consolidate Palestinian security, because they need that, and to help grow the Palestinian economy with good paying jobs, including green jobs. I want to end the occupation. I want to see two states living side by side in peace, and partnering together for the sake of a brighter future. And finally, I want this peace between Israel and Palestine, this model, this seed, to be the impetus that gives birth to a new and revitalized Middle East, a Middle East in which everyone has a place at the table, a stake in his or her future, and where every child bears witness to the realization of a Vision of Hope, a vision of Peace, Prosperity, and Freedom.

That’s what I want. Is that what the flotilla activists want? With all due respect to the dead, I tend to doubt it.

Let’s start with the assumption that the activists are peace loving people who simply want to deliver humanitarian aid to the people of Gaza. OK. But why not allow the ship to be inspected? The other ships were inspected and the humanitarian goods were sent directly to Gaza. Such is the case with the many ships and trucks that deliver aid to Gaza on a daily basis. Why did the activists on the Mavi Marmara not cooperate in this regard? Could it be that they were trying to deliver more than humanitarian supplies?

There are other troubling questions which come to mind. The activists, according to extensive video footage, seemed highly prepared for a violent confrontation. They wielded weapons such as knives, handguns, steel rods, and chains. And when the Israeli soldiers first came on board, albeit by helicopter, they were violently attacked by an angry mob, and in fact, one of them was thrown overboard. This happened before the soldiers started shooting, when they were armed with paint-ball guns. Do peace activists normally resort to violence so easily? Is that what peace is all about?

Other questions come to mind. Why was a prayer meeting held on the ship with the call for the downfall of the “Zionist Entity” and for Shuhad (suicide in the name of Allah)? Why did the Arab Media report that the flotilla activists were writing wills, preparing for martyrdom, and determined to reach Gaza or die? Why was Senanur Bengi, one of the activists, quoted as saying, “I love my father very much. I miss him a lot. He asked me if I want something. I replied him that I hope he would become a martyr?”

Does this incident strike you as an example of peace loving activists who want to help by delivering humanitarian aid to the people of Gaza? What’s all this martyrdom talk all about? Since when has martyrdom become a pre-requisite for humanitarian aid?

Is Israel without blame in all this? No. The violent confrontation could probably have been avoided with better planning on Israel’s part. And some would criticize Israel for imposing the blockade in the first place. But a good case could be made that Israel’s actions do comply with international law. Israel and Gaza have been, and are still, at war. Thousands of missiles and mortars were launched from Gaza into Israel’s cities, putting some 250,000 Israelis in harm’s way. Hamas has stated publicly, over and over again, its determination to liquidate the Jewish State. Hamas gets its funding and weapons from Iran, who has also expressed its desire to “wipe Israel off the map.” Is it that unreasonable to inspect incoming ships for weapons, considering that weapons are being smuggled into Gaza on a daily basis? Would you expect any less of your government under similar circumstances?

Could Israel be doing more to advance the cause of peace? Yes. A lot more. But advancing the cause of peace should not, and cannot, come at the expense of security, especially when a nation is facing existential threats on a daily basis.

My hunch, although I could be wrong, is that the flotilla activists, or at least some of them, were determined to break the blockade, and in so doing, provoke a violent confrontation with Israel. In short, they were looking for a fight. At least some of the people, I hate to say it; do not want an end to the occupation. They do not want a peace treaty. They do not want two states living side by side in partnership and peace. They want; I’ll call it as I see it, nothing less than to dismantle the Jewish State.

And what better way to begin the process of dismantling the Jewish State, than by first undertaking to delegitimize Israel in the eyes of the world? In this public relations war, a war which Israel has failed to win, what better way to delegitimize Israel than to provoke her into attacking a flotilla of humanitarian aid? It’s perfect. Let Israel fall on her own sword, and she did. And such an effort at delgitimization is part and parcel of an international effort to demonize Israel, and to use that platform to call for boycotts, divestment and sanctions (BDS).

It is the ultimate irony, however, that Israelis is not the problem in the Middle East. She is the solution. Eran Shayshon, who works for a think tank in Israel, wants to rebrand Israel as the fount of “creative energy.” He emphasizes her high tech and science, burgeoning economy, entrepreneurial zeal, energetic lifestyle, and vibrant diversity of opinion and culture. I would add that Israel is a vibrant democracy that for the most part, protects the rights of minorities including her 20% Arab minority. As far as I’m concerned, it would not be an exaggeration to say that if you destroy Israel, you destroy the hope for the Middle East. Israel offers a lot of what the Middle East needs. Israel is one of the few examples in the Middle East that inspires a sense of hope. And for some, that’s exactly the problem. Couldn’t the Middle East benefit from some of what Israel has to offer? And couldn’t Israel benefit from partnering with the Arab world? What keeps us from making that happen except an allegiance to wrong-headed thinking?

I may seem overly cynical to some. I’m not. Hope and peace resonate loudly in the very being of my soul. But I would like to believe that I see things as they are, at least some of the time. I understand that passions run high on both sides of this issue. In the final analysis, however, I cannot help but conclude that the flotilla was not simply an honest effort at humanitarian aid. It was designed and executed as a provocation, with violence and martyrdom as the intended outcome.

Such efforts my make some feel good about themselves, but they will not bring peace. For peace to come we will have to find the courage and the wisdom to let go of some of our closely held beliefs, in favor of ideas we can believe in even more, like Peace, Prosperity, and Freedom

Quelle: http://www.mideastyouth.com/2010/06/04/what-do-the-flotilla-activists-want/

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Akademische Freiheit mit Ausnahmen

7. April 2010 Kommentare ausgeschaltet

Ein libanesischer Akademiker wird angegriffen, weil er israelische Akademiker nicht boykottiert, die für den Boykott Israels eintreten…

Es kam zum politischen Tumult an der amerikanischen Universität Beirut, wegen der Zusammenarbeit zwischen einem lokalen arabischen Professor und zwei israelischen Akademikern.

Von Karl Pfeifer

In der Halle der amerikanischen Universität Beirut (AUB), kam es Anfang März 2010 zu einem Tumult als fast 300 Teilnehmer einer Versammlung den Akademiker und palästinensischen Aktivisten Sari Hanafi geißelten, weil er Mitherausgeber des Buches “The Power of Inclusive Exclusion: Anatomy of Israeli Rule in the Occupied Palestinian Territories”, ist.

Hanafi arbeitete zusammen mit den zwei Akademikern der Universität Tel Aviv, Adi Ophir und Michal Givoni, die öffentlich gegen die Präsenz israelischen Militärs in der Westbank auftreten.
Das libanesische Gesetz verbietet den Kontakt zwischen Libanesen und Israelis. Beide Länder befinden sich pro forma im Kriegszustand. Es gibt auch eine andauernde Bemühung, Israel zu isolieren, die Palestinian Academic Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel, die von vielen Studenten und Lehrern der AUB unterstützt wird.

“Diese offene Kollaboration zwischen einen israelischen und einen AUB Akademiker ist ohne Präzedenz während der 50 Jahre meines Tätigkeit an dieser Universität“ sagte Tarif Khalidi, Professor für arabische und nahöstliche Studien an der AUB, während dieser Versammlung am 8. März. „Ich sage ‚offen’ weil Gott weiß was unter dem Tisch geschieht. Das ist besonders beunruhigend in einem Land wie dem Libanon, der sich noch immer im Kriegszustand mit Israel befindet.“

Hanafi hat sich vor den Studenten und den Lehrer entschuldigt, jedoch sich mit aller Kraft vor den Versammelten verteidigt. „Wir sind einer gemeinsamen Sache verpflichtet, welche den Raum öffnen soll für ein kräftiges jedoch respektvolles Gespräch über den akademischen Boykott und die Publikation meines jüngsten Buches“ sagte der 47 jährige Sozialwissenschaftler.

“Die jetzige Israelische Regierung ist möglicherweise die bösartigste in der Geschichte dieses Staates,“ sagte Khalidi. „Jeder Akt der Kooperation oder Kollaboration wird in Israel als ein Schlag gegen den internationalen Boykott gesehen. Ich kenne kein Beispiel, bei dem Kollaboration mit israelischen Wissenschaftlern irgendeinen Grades Palästina, dem Libanon oder der arabischen Welt helfen konnte.“

Die Angelegenheit hat den Campus geärgert. Ahmad Dallal Provost der AUB, hat einen Brief veröffentlicht mit dem er Ruhe fordert aber die Gelehrten erinnert, dass sie die libanesischen Bestimmungen beachten müssen. “Ich benütze diese Gelegenheit, um alle Mitglieder unserer Gemeinschaft zu erinnern, dass wir als eine Universitätsinstitution mit einer historischen Präsenz im Libanon und dem Nahen Osten, AUB den essentiellen Werten der akademischen Freiheit tief verpflichtet sind und das innerhalb der Grenzen des libanesischen Gesetzen, welche strikt die Mitarbeit an israelischen Institutionen verbieten“, schrieb er.

Die israelischen Kollegen von Hanafi, Adi Ophir und Michal Givoni waren unter den 540 Unterzeichnern einer Petition, die wegen Israels Politik in der West Bank und Gaza einen Boykott israelischer Waren und Institutionen fordern.

Also zusammenfassend kann gesagt werden, die amerikanische Universität Beirut ist der akademischen Freiheit verpflichtet, ausgenommen wenn es um die Zusammenarbeit mit israelischen Akademikern geht, weil dies den Boykott Israels unterminieren würde, welcher doch der Sache Palästinas dient – und dass dieser Boykott israelische Akademiker einschließt, die selbst den Boykott Israels befürworten, um ihr Land zu zwingen die „brutale Politik“ gegenüber den Palästinensern zu beenden.

So schließt sich der Kreis. Der nächste logische Schritt für diese israelischen Akademiker ist sich selbst zu boykottieren. Mein Mitleid mit diesen Akademikern, die zum Boykott ihres eigenen Landes aufrufen, hält sich in Grenzen.

Quelle: Los Angeles Times

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Deutsche Antiimps wir lieben euch!

25. März 2010 Kommentare ausgeschaltet


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Der Mythos von der Belagerung Gazas

22. März 2010 Keine Kommentare

Trotz der Behauptungen, Gaza befinde sich im Belagerungszustand, erhält der Landstrich mehr Hilfslieferungen als das Erdbeben-geschädigte Haiti.
Von Jacob Shrybman

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon verband seinen kürzlichen Besuch des Gazastreifens mit der Aufforderung, die so genannte Blockade des von Terroristen kontrollierten Gebietes zu beenden. Allerdings muss man sich fragen, welche Blockade oder Belagerung er meint, wo doch 738.576 Tonnen humanitäre Hilfe im Jahr 2009 in den Gazastreifen überführt wurden.

Überdies stellte die UN dem Gazastreifen 200 Millionen US-Dollar Hilfszahlungen zur Verfügung nach einer Militäroperation, die 1.300 Opfer forderte bei einer Bevölkerung von 1,5 Millionen – während sie den Opfern der Naturkatastrophe in Haiti, trotz Plänen die Hilfe zu erhöhen, bis Ende Januar nur 10 Millionen US-Dollar hat zukommen lassen; einem Erdbeben, das über 230.000 Todesopfer forderte und unter dessen Folgen über 3 Millionen Menschen leiden.
Die US-Regierung versprach dem Gazastreifen in Folge der Militäroperation „Gegossenes Blei“ 900 Millionen US-Dollar Hilfszahlungen, während das Erbeben-geschüttelte Haiti insgesamt bislang nur über 700 Millionen US-Dollar Hilfe erhalten hat, wie USAID und DOD errechnet haben.

Die internationale Gemeinschaft ist einer glatten Lüge über eine israelische Belagerung des Gazastreifens auf den Leim gegangen, während sie die Fakten ignoriert. Internationale humanitäre Hilfe gelangt seit Jahren unaufhörlich in den Gazastreifen und endete in keiner Weise nach der Operation „Gegossenes Blei“, denn 30.576 Hilfstrucks fuhren im Jahr 2009 in das Gebiet.

Das größte Gefängnis der Welt?

Der Gazastreifen wird auch als „das größte Gefängnis der Welt“ bezeichnet, was impliziert, die Bewohner könnten das Gebiet nicht verlassen. Allerdings kamen im Jahr 2009 10.544 Patienten und ihre Angehörigen zur medizinischen Behandlung nach Israel und allein in der vergangenen Woche waren es fast 500.

Über ein Jahr ist seit der israelischen Militäroperation vergangen, aber die internationale Gemeinschaft glaubt noch immer an die Lüge von der „Belagerung Gazas“. Währenddessen wurde Israel im selben Jahr von über 320 Raketen und Mörsergranaten getroffen, wie das Sderot Media Center berichtet. Ban Ki-moon hätte den Kibbutz Nirim besuchen sollen, um zu sehen, wo in der letzten Woche ein Haus von einer Rakete zerstört wurde, anstatt dabei zu helfen, einen Mythos am Leben zu halten.

Jacob Shrybman ist stellv. Direktor des Sderot Media Center www.sderotmedia.org.il

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Studienreise „Popkultur in Israel“

5. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Vom 5. bis 17. November 2009 führt die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erstmals eine Studienreise zum Thema „Popkultur in Israel“ durch. Die Studienreise möchte Einblicke in die dynamische Musikszene des Landes vermitteln und eine Fülle von Netzwerkmöglichkeiten bieten. Neben einer Einführung in die Politik und Gesellschaft Israels werden die Teilnehmenden in Gesprächen und Begegnungen mit Experten/innen einen intensiven und authentischen Einblick in die aktuelle israelische Musikszene erhalten. Organisierte Showcases unterschiedlicher Musikgenres (Jazz, World, Elektro, Pop und Rock) werden die agile Szene des Landes – von Subkultur bis Mainstream vorstellen. Die Reiseroute führt von Tel Aviv über den Norden an den See Genezareth und endet in Jerusalem.

Die Auswahl der Teilnehmer aus allen vorliegenden Bewerbungen
erfolgt ca. Anfang August 2009.

Weitere Informationen und Online-Bewerbung: www.bpb.de/veranstaltungen/IPB0SV

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Boycott Israel -Video-

18. Januar 2009 Kommentare ausgeschaltet

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