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Wieder mal das Backstage: Homophobie der neue Antiimperialismus?

12. Januar 2009

Nach den ganzen widerlichen nationalistischen Fler-Konzerten
undsoweiter im Münchner Club Backstage ist jetzt am 28.3.2008 das
Backstage Auftrittsort von Rodney Price alias “Bounty Killer”. Der ruft
in seinen Liedern schonmal dazu auf, Homosexuelle umzubringen: “Bun a
fire pon a puff and mister fagoty” = “lasst die Schwulen im Feuer
brennen”. Als gäbe es nicht eine jahrelange Debatte um die homophoben
Texte und Gewaltaufrufe der jamaicanischen dancehall-”Stars” “Bounty
Killer”, “Buju Banton” & Co., gibt sich das Backstage nach
Einsetzen bundesweiter Proteste gegen das Hetzkonzert wiedermal
betroffen und ahnungslos (“Das Thema ist sehr komplex”) und hat allen
Ernstes lediglich eine online-Abstimmung auf seiner homepage
eingerichtet, ob das “Bounty Killer”-Konzert denn nun stattfinden soll
oder nicht. Und wieder mal sind laut Backstage-homepage nicht die
Backstage-booker schuld, sondern die jetzt protestierenden Initiativen,
da die das Backstage “zu spät” gewarnt hätten. Eine auch sachlich
übrigens völlig unhaltbare Argumentation, ist doch bei Eingabe von
“Bounty Killer” bei google.de gleich der erste Treffer ein Artikel zur
Homophobie in Jamaica. Wir von a&p München bauen trotzdem schonmal
vor und sagen “rechtzeitig”: Hallo Backstage, nicht nur das Konzert von
“Bounty Killer” am 28.3.2008 gehört verhindert, sondern auch das
Konzert bei Euch Vollpfeifen am 23. Mai 2008. Dort soll Eurem Programm
zufolge in Eurem ach so alternativem Club nämlich “Sizzla” auftreten,
der nicht minder homophobe Kollege von “Bounty Killer”. Sizzla singt in
einem populären Lied unter anderem: “Verbrennt die Männer, die Sex mit
Männern haben.” Aber vielleicht ist das ja gar kein Zufall. “Deutsche
Reggaefans”, so schrieb es diese Woche Klaus Walter in einem
lesenswerten taz-Kommentar “verkaufen Homophobie als ‘Bestandteil der
jamaikanischen Kultur’, kolonialismusgeschädigt forever. Und Kulturen,
zumal fremde, verlangen bekanntlich ‘Respekt’. Wie einst die Religion,
das süße Opium, stiftet heute der ‘Stolz auf die eigene Kultur’ nicht
nur den Überflüssigen das bisschen ‘Identität’, das ihnen über den
Verlust akzeptabler Lebensbedingungen hinweghelfen soll. Im
Diskursdickicht um vermaledeite Kampfbegriffe wie Kultur, Identität und
Stolz wird ein schwammiger Multikulturalismus zum Wegbereiter für
reaktionären Ethnopluralismus. Exemplarisch kommentierte das
US-Hiphopmagazin The Source schon vor Jahren die Debatte um Buju
Bantons Schwulenkillerhit ‘Boom Bye Bye’. Eine Entschuldigung des
Sängers ‘bei der mächtigen Gaylobby’ sei ‘eine Kapitulation vor der
imperialistischen Macht, die dem grimmig-stolzen jamaikanischen Volk
einen unwillkommenen Lebensstil aufzuzwingen versucht’. Da haben wir
den Salat: Homophobie ist der neue Antiimperialismus.”

Gepostet von
a&p München

* Blog von supertank

München, Veranstaltungen

Deutschlandwunder – Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur

12. Januar 2009

Deutschlandwunder – Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur – 9. bis 11. Mai Bremen

Deutschlandwunder– Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur

Kongress gegen die Versöhnung mit der deutschen Nation

9.-11. Mai 2008 in Bremen
(im KiOto — Lagerhaus, Schildstr. 12-19, 1. Etage — und im Infoladen — St. Pauli-str. 10-12)

Die HerausgeberInnengruppe kittkritik (in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung) lädt
zu einem Kongress nach Bremen ein.

Die AutorInnen des Sammelbandes “Deutschlandwunder — Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur” (erschienen 2007 im Ventil-Verlag) werden ihre hier formulierte Kritik deutscher ,Vergangenheitsbewältigung’ anhand von Beispielen aus Filmen, Hör- und Computerspielen, Sport, Literatur und (Pop-)Musik darstellen und weiterentwickeln.

Ausgangspunkt ist das aktuelle, sich seit 1990 neu formierende deutsche Nationalbewusstsein in seiner kulturindustriellen Darstellung: Neben die fortwährende Stilisierung der Deutschen als Opfer tritt momentan die Integration von Auschwitz in die medialen (Re-)Inszenierungen der deutschen Erinnerungsarbeit als gesellschaftlichem ,Kitt’, in der die Nation zum kollektiven Objekt der Identifizierung wird. Die neue Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal unbeschwert “schwarz-rot-geil” zu sein, macht die dritte TäterInnengeneration zum Protagonisten des postnazistischen Nationalgefühls.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.kittkritik.net
ACHTUNG: frühzeitige Anmeldung aufgrund begrenzter TeilnehmerInnenzahl unbedingt empfohlen!

Teilnahmebeitrag: 15€/10€

Kongressprogramm:

Freitag, 09.05.

18:00 — 20:00 Eröffnungsvortrag von *kittkritik*

20:30 — 21:30 Tobias Ebbrecht

Die Liebe zum Bild– Nostalgie, Fetisch, Dialektik. Das Bild in der Erinnerungskultur

Samstag, 10.05.

10:00 — 12:00 Sonja Witte

Am “Punkt, wo die Psychoanalyse abdankt”: Freuds Rätsel der Massenbildung

12:15 — 13:45

Lars Lippmann

“Auftrag im Auge des Sturms” – Das II.-Weltkrieg-Strategiespiel /Silent Storm

Sonja Witte

Das Wunder von Bern – Katharsis der Nation

15:30 — 17:00

Eric Peters & Dierck Wittenberg

Stars Down to Earth – Über das Verhältnis von Pop, Nation und Künstlersubjekt in Zeiten neuen deutschen Selbstbewusstseins

Lars Quadfasel

Ein Traum von Postfaschismus – Die Deutschen und ihr Fußball

17:15 — 18:45

Magnus Klaue

Die institutionalisierte Symbiose — Über den ‘deutsch-jüdischen Dialog’ in der deutschsprachigen Literatur

Till Harning

Von einem der auszog Opfer zu werden — Fassbinders “Nachkriegsfilme” zwischen Kritik des Postfaschismus und Opferdiskurs

20:00 — 21:30 Lars Quadfasel

Fun auf Deutsch heißt Stahlbad — Thesen zu Kulturindustrie, Nationalsozialismus und Postfaschismus

22:30 — 24:00 Film

Herrenpartie (D/JUG 1964; Regie: Wolfgang Staudte)

Einleitung von Tobias Ebbrecht
[CINEMA im Ostertor]

sowie: Party
In Kooperation mit twisting by the pool & bremen krätze. Ort wird noch bekanntgegeben.

Sonntag, 11.05.

10:00 — 11:30

Sebastian Winter

Arischer Antifaschismus — Geschlechterbilder als Medium der kulturindustriellen Bearbeitung der Erinnerung an den
Nationalsozialismus am Beispiel der Filme Der Untergang, Sophie Scholl und Napola

Christian J. Heinrich

Das Behagen in der Kultur — Von klassischer Musik und neuer Romantik

11:45 — 13:15

Jean-Philipp Baeck & Volker Beeck

Mit Judo gegen Wodka Bruno, Miethai Zinse und Dr. Mubase. TKKG – ein postnazistischer Jugendkrimi

Antonia Schmid

Do it again, ZDF! Die kollektive Viktimisierung der Deutschen in den neuen “Event-Movies” im Kontext von Erinnerungsabwehr und Antisemitismus

14:15– 16:00 Abschlusspodium

Veranstaltungen

Thomas Ebermann & Rainer Trampert

12. Januar 2009

VA Thomas Ebermann & Rainer Trampert in München Mi 06.02.2008

“Sie gelten als die Linksaußen in der deutschen Kabarettszene.”- Woran
erkennt man das? Sie fordern von ihren Zuhörern die Nutzung eines
Organs, die aus der Mode gekommen ist, seit wir alle nicht mehr “klüger
als der Markt” sein und selbst die Studenten nur noch lernen statt
denken sollen: “Wer beiden folgen möchte, der muss nicht nur die Ohren
spitzen, sondern auch das Gehirn einschalten.” Das kann, wenn lange
unbenutzt, zu Reibung und Qualm führen – “einem Teil des Publikums
rauchte zur Pause schon der Kopf.” Aber dann findet man sich:
“Galgenhumor nennt man das wohl, was auch beim Publikum vergnügte
Bitterheit oder bitteres Vergnügen bewirkt.” Selbiges wird erzielt mit
“einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne
werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt.”

TERMINE:

Mi 06.02.2008

Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 18:30 Uhr

ORT: Freiheiz Halle

Link zum Freiheiz

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München, Veranstaltungen

Das Bekenntnis zu Auschwitz

12. Januar 2009

Veranstaltung – Das Bekenntnis zu Auschwitz- von Jan Gerber 15.2. in Augsburg

Freitag, 15. Februar 2008, 19.30 Uhr, Zeughaus, Hollsaal A

Zu Beginn der neunziger Jahre musste man keiner linken Splittergruppe angehören, um vor
einer Entwicklung hin zu einem „Vierten Reich“ zu warnen. Angesichts brennender
Asylbewerberheime, applaudierender Normalbürger und untätig-affirmativer Polizisten sahen
sich auch konservative und liberale Beobachter in Frankreich, Großbritannien und den USA
an die Jahre um 1933 erinnert. Diejenigen, die die Erinnerung an die deutschen Verbrechen
wach halten wollten, stießen auf Abwehr, Aggression und Leugnung. Statt über Auschwitz,
Leningrad und Lidice wollten die Deutschen über die „Vertreibung“ der Sudetendeutschen
oder die alliierten Luftangriffe auf deutsche Städte sprechen.
Diese Zeit der klassischen Schuldabwehr und des offenen Schulterschlusses mit Neonazis ist
inzwischen vorbei. Die Neonazis sind nicht mehr, wie noch bei der Abschaffung des
Asylrechts 1992, Stichwortgeber der deutschen Politik; Deutschland hat sich nicht in ein
„Viertes Reich“ verwandelt: Anders als in den neunziger Jahren gibt es außerhalb der
ostdeutschen Abbruchgebiete kaum noch jemanden, der für die Menschenjagden der
Einheimischen oder akzeptierende Sozialarbeit mit Neonazis Verständnis aufbringt. Die
Bundesregierung rief im Nachgang des „Aufstands der Anständigen“ im Sommer 2000
millionenschwere Programme zur Bekämpfung des Rechtsextremismus ins Leben. Und
Neonaziaufmärsche rufen, wie aktuell in Augsburg, volksfrontartige Bündnisse – von der
Antifa über den DGB bis hin zur SPD – auf den Plan. Auch das Bekenntnis zur deutschen
Schuld, das lange Zeit von kritischen Antifaschisten eingefordert wurde, ist inzwischen
staatstragend geworden: Auschwitz, so erklärte Joschka Fischer vor einigen Jahren
exemplarisch, sei für die Berliner Republik so identitätsstiftend wie der Unabhängigkeitskrieg
für die Amerikaner oder die Revolution von 1789 für die Franzosen.
Warum sich hinter diesem Bekenntnis zu Auschwitz, das unter anderem für die Begründung
der deutschen Beteiligung an der Bombardierung Jugoslawiens herangezogen wurde,
trotzdem kaum etwas anderes als eine „neue Form der Auschwitzlüge“ verbirgt; welche
Bedürfnisse mit den Massenauftrieben gegen die Demonstrationen inzwischen vollkommen
marginalisierter Neonazigrüppchen bedient werden; und wie die Volksgemeinschaft in ihrem

scheinbaren Gegenteil – dem staatstragenden Antifaschismus – doch noch ihre Fortsetzung
findet, erläutert Jan Gerber.

Jan Gerber ist Politikwissenschaftler, Historiker und Medienwissenschaftler, Mitherausgeber
der Bücher „Trotz und wegen Auschwitz. Antisemitismus und nationale Identität nach 1945“
(Münster 2004), „Heinz Langerhans: Staatssubjekt Kapital. Texte zur Diskussion um
Faschismus, Krieg und Krise“ (Halle 2004) und „Rote Armee Fiktion“ (Freiburg 2007). Er
schreibt u.a. für die Zeitschriften Bahamas, Jungle World und Phase 2.

Veranstalter: Gruppe Contra Real, www.contra-real.tk

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Waffen für Israel

12. Januar 2009

Waffen für Israel – Veranstaltung am 1.Dezember 2007 im DGB-Haus
M.O. Scherer, Dipl.-Sozialwissenschaftler

Mit der Staatsgründung Israels zeichnete sich ab, dass
die arabischen Nachbarstaaten seiner Existenz lieber früher als später
ein Ende setzen wollten. Eine notwendige Bedingung für das Überleben
eines jüdischen Staates im Nahen Osten war es, modernes Kriegsgerät zu
erwerben um sich der zahlenmäßig weit überlegenen Gegner erwehren zu
können. Entgegen aller nahe liegenden Vermutungen waren es nicht die
USA, sondern Frankreich, das sich bereit fand, das Ungleichgewicht
durch
eine militärische Partnerschaft auszugleichen…

Samstag, den 1.12.2007 um 18.30 Uhr
anschließend 20 Jahre DGbar-Fest
DGB-Haus
Raum U05
Schwanthalerstr. 64, München

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Sterben für die Kamera

12. Januar 2009

Sterben für die Kamera – Zur medialen Inszenierung des Selbstopfers
VA im Gewerkschaftshaus, Schwanthaler Str. 64, München am Montag, den 8.10.2007, 19.30 Uhr

Während die Soziologie den Opfersuizid lange Zeit als Archaismus von “primitiven Völkern” betrachtete, der mit zunehmender Modernisierung aussterben würde, zeichnet sich in der Realität das genaue Gegenteil ab. Von 1963 bis heute hungerten sich mehr als 100 Menschen zu Tode, etwa 1000 Menschen verbrannten sich aus politischem Protest und etwa 900 Selbstmordattentäter löschten ihr eigenes Leben -und das vieler anderer- durch eine Explosion aus. Im Vortrag wird die Genese der verschiedenen “Selbstopfer” wie dem Todesfasten, der Selbstverbrennung und dem Selbstmordattentat dargestellt und ihren Ursachen nachgegangen.

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Israels Existenzkampf – Eine moralische Verteidigung seiner Kriege

12. Januar 2009

Vortrag und Diskussion mit dem israelischen Historiker Yaacov Lozowick

Mittwoch, 14. März 2007, 20:00 Uhr Jüdisches Zentrum, Jakobsplatz, München

CoverDer von der Hisbollah im letzten Jahr angezettelte Libanon-Krieg hat erneut gezeigt, wie ernst es Gruppen wie ihr und den sie unterstützenden Staaten mit den Vernichtungsdrohungen gegen Israel ist. Der israelische Historiker Yaacov Lozowick, Direktor des Archives der Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, vertritt die These, dass die Weigerung der arabischen Welt, das Existenzrecht Israels anzuerkennen, das größte Hindernis für den Frieden ist. Der ehemalige Friedensaktivist und “Peace-Now”- Sympathisant zweifelt daran, dass eine friedliche Lösung des Konflikts in absehbarer Zeit möglich ist. Seine Zweifel leitet er aus der Entwicklung des israelisch-palästinensischen Konflikts ab, der schon vor der Gründung Israels 1948 begann. Lozowick liefert in seiner Streitschrift eine politische und moralische Rechtfertigung der Kriege, die Israel seit 1948 im Kampf um seine Existenz geführt hat. Er widerlegt entlang der historischen Entwicklung jene arabische und westliche Propaganda, die Israel als “imperialistischen Kolonialstaat” diffamiert und ihm die alleinige Verantwortung für den Konflikt zuweist. Ebenso zerstört er den Mythos von der “Gewaltspirale” , wonach beide Seiten gleichermaßen schuld an diesem Konflikt seien. Yaacov Lozowick bietet eine materialreiche und anschauliche Darstellung der Geschichte des Staates Israel und seiner Kriege, auch der Grausamkeiten und Fehler. Lozowick bringt damit dem Leser die israelische Perspektive des Nahost-Konflikts näher, die in der europäischen Berichterstattung in der Regel ausgespart wird.

Eine Veranstaltung von: AK Antisemitismus, Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München, Deutsch-Israelische Gesellschaft München, ThinkTank34

Eintritt frei – Spende erbeten

München, Veranstaltungen

Hamas raus aus den Köpfen

12. Januar 2009

Israel, der Nahe Osten und die neue Linkspartei

Israel und der Nahe Osten stehen aufgrund der Entwicklung der letzten Monate erneut im Fokus des Interesses der deutschen Linken. Das Thema ist seit Jahren äußerst heikel und hat zu vielerlei Verwerfungen geführt. Auch innerhalb der Linkspartei wird der Konflikt zwischen Israel und der islamistischen Hisbollah inzwischen inhaltlich kontrovers diskutiert.

Ein Großteil der Linken analysiert den komplexen Konflikt noch immer mit den Kategorien der Imperialismuskritik. In dieser Sicht erscheint Israel als ein „künstlicher“ Staat, der unrechtmäßig in der Region installiert worden sei. Israel wird als Büttel der Vereinigten Staaten von Amerika und damit als „imperialistischer Fremdkörper“ begriffen. Im schlimmsten Fall werden israelische Verteidigungsmaßnahmen mit dem Agieren Nazideutschlands gleichgesetzt.

In der antiimperialistischen Logik sind folgerichtig die Feinde Israels, seien es fundamentalistischen Organisationen wie Hamas oder Hisbollah oder seien es repressiv-autoritäre Staaten wie der Iran, das Objekt der Solidarität. Der Islamismus erscheint als eine Reaktion der unterdrückten Massen auf die Politik der westlichen Staaten. Nicht selten werden islamistische Massaker zu einem Aufschrei der Unterdrückten rationalisiert, wie die Reaktionen auf den 11. September 2001 zeigten.

Dies kann nur geschehen unter Ausblendung der Ideologie der Islamisten. Diese ist mit emanzipatorischen Positionen nicht nur nicht kompatibel, sondern steht ihnen diametral entgegen. Nachzulesen ist dies unter anderem in der Charta der Hamas und nicht zu überhören ist dies bei den Äußerungen Nasrallahs oder Achmadinedschads. Der Haß auf Homosexualität, auf Frauenemanzipation, auf die Werte der Aufklärung und des Liberalismus sowie ein weit verbreiteter Antisemitismus sind konstitutive Momente des Islamismus und ein Grund dafür, warum progressive Positionen notwendigerweise anti-islamistisch sein müssen.

Während sich wenige innerhalb der Linkspartei hinsichtlich des Konflikts zwischen Israel und den islamistischen Organisationen in Äquidistanz üben, sprechen sich viele und nicht selten prominente Vertreter für eine Solidarität mit den reaktionären Bewegungen und Staaten aus.

Seit kurzem werden diese Fragen in der Linken kritischer diskutiert. Katja Kipping, die Stellvertretende Parteivorsitzende der Linkspartei hat zuletzt ein Papier vorgelegt, in dem sie kritische Distanz zu antizionistischen Positionen auf der Linken einfordert. Andere einzelne Abgeordnete sprachen sich offen für eine andere, israelsolidarische, Haltung der Linken aus, von der Linkspartei- und WASG-Basis gab es ähnliche kritische Stellungnahmen.

An diese Positionen knüpft die Veranstaltungsreihe in Leipzig, München, Hannover und Dresden an. Neben einer kritischen Diskussion des Antiimperialismus und des Islamismus wird vor allem die Haltung der Linkspartei im Mittelpunkt der Beiträge stehen.

Referenten: Sebastian Voigt (Leipzig), Michael Leutert (MdB DIE LINKE)

Termine und Orte:

17. Januar 2007, 19 Uhr, Leipzig, Volkshaus, Karl-Liebknecht-Str. 30/ 32, Saal 5. Etage, veranstaltet in Kooperation mit der Jungen.PDS Sachsen

31. Januar 2007, 19 Uhr, Hannover 19 Uhr, Historisches Seminar der Universität Hannover, Im Moore 21, Raum B 108 – veranstaltet in Kooperation mit Die LINKE. Hochschulgruppe Uni Hannover

26. Februar 2007, 19 Uhr, München, Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstr. 80 – mit Michael Leutert veranstaltet in Kooperation mit Linkspartei Kreisverband München & WASG-Kreisverband München.

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Surfing Gaza – Jewish-Hawaiian surfing guru donates surfboards to Gazans

12. Januar 2008
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By The Associated Press

Jewish-Hawaiian surfing guru donates surfboards to Gazans
An 86-year-old Jewish surfing guru from Hawaii donated on Tuesday 12 surfboards to Gaza’s small surfing community, in a gesture he hoped would get Israelis and Palestinians catching the same peace wave.

“God will surf with the devil, if the waves are good,” retired doctor Dorian Paskowitz said Tuesday. “When a surfer sees another surfer with a board, he can’t help but say something that brings them together.”

Paskowitz emerged shirtless at the Israel-Gaza crossing after handing over the dozen boards to Gazan surfers waiting on the other side. He said he was spurred into action after reading a story about two Gaza surfers who couldn’t enjoy the wild waves off the coast because they had only one board to share between them.

Arthur Rashkovan, a 28-year-old surfer from Tel Aviv, said Paskowitz’s project was part of a larger effort called Surfing for Peace, aimed at bringing Middle East surfers closer together. He said eight-time world surfing champion Kelly Slater, who is of Syrian descent, is expected to arrive in Israel in October to take part in the drive.Paskowitz, whom Rashkovan called a ‘guru’ to Israeli surfers, has surfed in Israel several times over the past five decades.
Paskowitz, a father of nine, served in the Navy during World War II, practiced family medicine for more than half a century and has published books on surfing and health. He said he’s surfed for 75 years, in locations all over the world, and ranks the waves off the coasts of Israel and Gaza as among the world’s best.

“It’s really quite remarkable how good they are for modern surfing,” he said.

Israel