Mein erster Tank
ist endlich hier! Hier ein Katalogfoto: [img_assist|nid=3|title=#3|desc=|link=none|align=left|width=73|height=100]
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Wann? 4. Juli, 20.00 Uhr
Wo? Ehemalige Mitarbeitermensa der Geschwister-Scholl-Universität (Leopoldstr. 13a, U3/U6 Giselastr.)
Nimmt man die Rede von einer gesellschaftlichen Totalität ernst und hält man Marx` Hinweis, daß die Ware die Elementarform der kapitalistischen Gesellschaft ist, für richtig, so versteht es sich von selbst, daß auch der Haß auf Israel in Beziehung zur Warenstruktur und dem ihr eigenen Fetischismus gesetzt werden muß.
Die den Verwertungsimperativen des Kapitals und den Herrschaftsimperativen des Staates gehorchende Gesellschaft bringt den Antisemitismus als wahnhaften Versuch der Konkretisierung des Abstrakten immer wieder hervor. Der israelische Staat ist die Reaktion auf diesen Antisemitismus – die Solidarisierung mit diesem Staat ist schon daher für jeden Kritiker des kapitalbedingten Verhängnisses zwingend.
Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, gehört zu der Gruppierung “Café Critique” und arbeitet als freier Autor in Tel Aviv; Herausgeber von „Transformation des Postnazismus. Der deutsch-österreichische Weg zum demokratischen Faschismus“ (2003) sowie von „Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“ (erscheint 2005 im ça ira-Verlag).
Veranstaltung mit Dr. Matthias Küntzel. Er referiert über den politischen Islam als Ideologie und moderne soziale Bewegung, über Form und Inhalt des ihm inhärenten Antisemitismus und darüber, warum die Weltfriedensmacht Deutschland meint, einen “kritischen Dialog” mit den Feinden Israels führen zu müssen.
Montag, den 18. 07. 2005 um 19.00 Uhr, in der ehemaligen Bedienstetenmensa der Geschwister Scholl-Uni München, Leopoldstr. 13a, U3/U6 Giselastraße,
Buchhinweis: “Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte” Suhrkamp Verlag.
Veranstalter: ThinkTank34, AStA der Geschwister-Scholl-Universität, Antifa-Referat der Geschwister-Scholl-Universität
Eine Veranstaltung des Studentischen Sprecherrats. Der AStA ist ein Arbeitsausschuss des Studentischen Sprecherrats. Die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft und die Umbenennung in Geschwister-Scholl-Universität sind Forderungen der Studierendenschaft.
mp3′s: (momentan funktionieren die Dateien nicht zum runterladen!!!)
1) Die Anschläge in London
2) Historische Analyse
3) Wie kam der Judenhass von Europa in die arabische Welt?
4) Mitschnitt einer antiisraelischen Hetzpredigt (Originalton gekürzt)
5) Schlussbetrachtung
Die Predigt (und weitere Texte und Videos) finden sich auf http://memritv.org/Transcript.asp?P1=669
Sonntag, 2. Oktober 2005 ab 14 Uhr, Mensa der Uni München
AMERICAN BEAUTY
Geschichte und Gegenwart des Antiamerikanismus in Deutschland
Die USA werden für nahezu alle Übel der Welt verantwortlich gemacht: Von Trittin für einen Hurrikan, von der Linkspartei für Pläne, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Egal ob Erderwärmung oder neue Eiszeit: Der Ami wars.
Ob Autofahrer den Benzinpreis für zu hoch oder Ökologen ihn für zu niedrig befinden: Schuld sind die Vereinigten Staaten. Imperialismus, Illuminati oder Islamismus: Made in oder zumindest by the USA. Die Yankees erfinden den Neoliberalismus, McDonaldisieren die Welt und fallen wie Heuschrecken über alles Gute, Wahre und Schöne her.
Woher kommt das negative Bild von Amerika? Was ist berechtigte Kritik, was Ressentiment? Wird in Deutschland nicht über sondern nur gegen die USA geredet? Es ist Zeit, Entstehung und Gegenwart des Phänomens Antiamerikanismus zu untersuchen.
Themen:
* Care-Pakete oder Napalm-Bomben? Entstehung des Amerikabildes in Europa bis zu den historischen Wenden 1989 und 9/11.
* Kulturloser Sumpf oder multikultureller Meltingpot? Das schwierige Verhältnis zwischen europäischer “Kultur” und Amerika.
* Freedom Force oder Evil Empire? Die Politik der USA seit 9/11 und Reaktionen darauf.
Symposium mit: Bernd Beier (jungle world, Berlin), Stefan Frank (konkret, Hamburg), Torsten Weber (17grad, München)
Sonntag, 2. Oktober 2005
14.00 Uhr: Chill-In-Lounge “Operation Bagel Storm”
16.00 Uhr: Symposium
Universität München, Mensa, Leopoldstraße 13a
Kostenbeteiligung: 5 €, Presented by ThinkTank34 / www.thinktank34.org, mit freundlicher Unterstützung des Kurt-Eisner-Vereins und des AStA der Geschwister-Scholl-Universität
Der T34 war der erfolgreichste Sowjetische Panzer und steht als Symbol des militärischen Sieges über Deutschland und den Nationalsozialismus. Der Name “Think Tank” stammt aus dem Zweiten Weltkrieg, als sich alliierte Generäle und Offiziere in einen Panzer zurückzogen, um militärische Situationen zu analysieren und Lösungen zu erarbeiten. Heute ist es eher ein institutionalisiertes Treffen von ExpertInnen und “Führungskräften”, die in einer offenen Atmosphäre Gedanken und Ideen austauschen.
Die Eckpfeiler des neuen Sterns am Münchner Polithimmel dürften damit klar sein: ThinkTank34 – Unser Banner weiß und blau!
Das Magazin der Süddeutschen Zeitung präsentierte in seiner 30. Ausgabe fünfzehn gängige Vorurteile zusammenfassende Gedichte über Deutsche, Italiener, Franzosen und so weiter. Hier das einzig zutreffende:
Der Deutsche
Den Deutschen eint von Nord bis Süd die Vielzahl der Talente: der Lagerbau, der Genozid, das Bier, die Riester-Rente. Die Toten trägt er mit Grandesse, die Mütze mit ‘nem Bommel. Die Tochter weint um Rudolf Heß, der Sohn um Erwin Rommel. Der Vater will als Arier seit je die Welt erretten. Heut heißt er Vegetarier und schmiedet Lichterketten.
Flugblatt, verteilt im März 2004 anläßlich der Anti-Irakkrieg-Demonstrationen von Faschisten und Linken
In München soll anlässlich des Ostermarsches gegen “Krieg und neokoloniale Besatzung im Irak, in Afghanistan, in Palästina und überall!” auf die Straße marschiert werden. Mit der Konzentration auf die Feindbilder USA und Israel lässt es sich gut im Einklang mit der neuen deutschen Dreistigkeit leben. Die Friedensbewegung mobilisiert heute auch zur US-Basis nach Ramstein, um dort deutlich zu sagen: “Wir wehren uns gegen einen kulturellen Rückfall auf die Stufe imperialistischer, zudem völkerrechtswidriger Angriffskriege in der Art des Irakkrieges.” Wer jetzt den USA gerade von Deutschland aus mit erhobenem Zeigefinger kulturelle Rückständigkeit vorwirft, hält wohl die Kriege mir deutscher Beteiligung für den Höhepunkt der Kultur.
Gegen deutschen “Frieden” Solidarität mit Israel
Sie reden vom Frieden und rüsten zum Krieg
Die islamistische Terror-Organisation Al Quaida hat am 15.3. verlauten lassen, das spanische Volk habe “den Frieden gewählt, indem es die Partei wählte, die gegen die Koalition mit den Amerikanern im Krieg gegen den Islam war.” Nach dem Regierungsantritt der sozialdemokratischen PSOE rückt eine Einigung über die EU-Verfassung in greifbare Nähe. Mit der darin festgeschriebenen Verpflichtung zur Aufrüstung will sich die EU unter der Führung von Deutschland als militärisches Gegengewicht zu den USA etablieren. Perspektivisch geht es dabei nicht nur darum, das europäische Gewicht bei Entscheidungen der NATO-Staaten zu stärken, sondern auch darum, ohne die USA und schließlich auch gegen die USA militärisch handlungsfähig zu werden.
Seit dem Ende des kalten Krieges treten die Weltmachtambitionen der BRD offen zu Tage. Es wird bereits zu diesem Zeitpunkt deutlich, dass diese in Zukunft auch gegen die Interessen der USA durchgesetzt werden sollen. Das beste Beispiel ist die Haltung der beiden Nationen im Irak-Krieg. Während die USA den Irak von der antisemitischen Diktatur der Baath-Partei befreite und gegen den Islamismus vorging, setzte old Europe unter Führung Deutschlands bis zuletzt auf Appeasement und Kollaboration mit diesen Kräften.> Anstatt angesichts der schrecklichen Anschläge den Betroffenen des menschenverachtenden islamistischen Terrors die Solidarität zu zeigen, fühlen sich die FriedensfreundInnen heute dazu berufen gegen die USA zu mobilisieren. Getreu des Credos, dass “die größten Gefahren für den Weltfrieden heute von den USA ausgehen.” [1]
Der Friedensbewegung geht es dabei darum, “mit den Dauerkriegs-Plänen für die Weltherrschaft der Bush-Regierung Schluss zu machen.”[2]
Solidarität mit Israel
Dass dieses hehre Ziel viele Mittel heiligt belegt der von Attac-München und dem bundesweiten Friedensratschlag verbreitete Aufruf, der sich nicht allzu sehr von dem Text unterscheidet, mit dem die Faschisten von “Demokratie Direkt” heute zur NPD-Demo werben. Die Gemeinsamkeit liegt nicht nur im gemeinsamen Hauptfeind “US-Imperialismus”, sondern liegt auch darin, dass es für diese Leute anscheinend unmöglich ist, irgendein Thema aufzugreifen, ohne Israel zu kritisieren.
In dem “linken” Aufruf wird das Ende der “neokolonialen Besatzung Palästinas” und das Rückkehrrecht der Palästinenser gefordert. Auch jeder Nazi negiert die historische Notwendigkeit, einen jüdischen Staat zu gründen. Es muss aber eine Selbstverständlichkeit sein, den Staat Israel, die einzige Konsequent, welche die Welt aus Auschwitz zu ziehen bereit war, zu verteidigen. Der Aufruf bezieht sich in seiner Ablehnung des Staates, der es zum Staatszweck hat, Schutz vor antisemitischer Verfolgung zu bieten, auch positiv auf den palästinensischen “Tag des Bodens”. Anlässlich dieses Tages waren in München 2002 auf einer “linken” Demo die Rufe “Tod den Juden” und “Intifada bis zum Sieg” zu hören und AntifaschistInnen mit Israel-Fahne wurden aus der Demo heraus am Platz der Opfer des Nationalsozialismus angegriffen.
Euer Frieden ist ein anderer Krieg!
Eine treibende Kraft der Friedensbewegung in München, das Münchner Friedensbündnis, wendet sich “entschieden gegen den Ausbau der EU zu einer weltweiten militärischen Interventionsmacht.” Das könnte ein Grund zur Freude sein. Warum wird dann aber als Abschlussredner der zentralen Ostermarsch-Aktionen ein gewisser Oskar Lafontaine eingeladen? Lafontaine schreibt in der Bild-Zeitung, dass sich Europa stärker bewaffnen muss um dem Weltfeind USA im Namen des Friedens besser entgegentreten zu können.
In München soll anlässlich des Ostermarsches gegen “Krieg und neokoloniale Besatzung im Irak, in Afghanistan, in Palästina und überall!” auf die Straße marschiert werden. Mit der Konzentration auf die Feindbilder USA und Israel lässt es sich gut im Einklang mit der neuen deutschen Dreistigkeit leben. Die Friedensbewegung mobilisiert heute auch zur US-Basis nach Ramstein, um dort deutlich zu sagen: “Wir wehren uns gegen einen kulturellen Rückfall auf die Stufe imperialistischer, zudem völkerrechtswidriger Angriffskriege in der Art des Irakkrieges.”[3]
Wer jetzt den USA gerade von Deutschland aus mit erhobenem Zeigefinger kulturelle Rückständigkeit vorwirft, hält wohl die Kriege mir deutscher Beteiligung für den Höhepunkt der Kultur.
Globaler Bellizismus
Arundhati Roy erklärte den beim Weltsozialforum in Mumbai versammelten AktivistInnen, sie müssten sich als »selbst im Krieg befindlich betrachten«. Der heutige Antikriegstag ist kein Antikriegstag, sondern die Durchführung der beim Weltsozialforum in Mumbai beschlossenen Kriegserklärung der Friedensbewegung an die USA.
Dass dieser Krieg praktisch werden muss, begründet der vom Münchner Friedensbündnis für den 28.3. in die Salvatorkirche geladene Autor Jürgen Elsässer. Nur Demonstrationen und Texte allein genügen nicht, da “ein toter US-Soldat als Argument hundertmal überzeugender [ist] als ein noch so kluger Leitartikel. Sie wollen nicht hören. Sie müssen es fühlen.”[4]
Da wäre es nur konsequent zu Ende gedacht, wenn nach den warmen Worten gegen die USA vom Podium die Spendenbüchse für den Widerstand im Irak herumgehen würde. Mit der Unterstützung der Kampagne “10 Euro für den irakischen Widerstand” werden Teile der Friedensbewegung und der antiimperialistischen Linken zur offenen Kriegspartei: Mit den in Deutschland und Österreich gesammelten Spenden werden Terroranschläge gegen irakische ZivilistInnen und amerikanische SoldatInnen finanziert.
Irak-Krieg und deutsche Vernichtungsphantasien
Die Solidarität mit der Bevölkerung des Irak kann es nicht sein, die die Friedensbewegung dazu bringt heute einen Internationalen Aktionstag gegen Krieg und Besatzung begehen zu müssen. Es steht außer Zweifel, dass die irakische Bevölkerung im Krieg gegen den Irak gelitten hat. Doch das äußerst brutale Regime des Diktators Saddam Hussein ist nun beseitigt und die Option einer demokratischen Entwicklung ist zumindest gegeben. Dass aber die vielen Indizien einer positiven Entwicklung im Irak in Deutschland geleugnet werden, zeugt von der Trauer darüber, dass die heimlichen Wunschvorstellungen der FriedensfreundInnen, dass der Irak-Krieg für die Amerikaner in einem Blutbad enden möge, nicht eingetroffen sind. Obwohl doch »Hunderttausende von Menschen zur Eroberung des irakischen Öls geopfert werden« sollten (Linksruck) und der ganze Nahe Osten »in einem Abgrund von Hass und Gewalt versinken« sollte (CDU-Politiker Jürgen Todenhöfer) ist keine der Vernichtungsphantasien der Friedensbewegten eingetreten. Opfer fordert momentan in erster Linie der islamistische und nationalistische Terror, der sich einer demokratischen Entwicklung des Irak verwehrt.
Nazis für den Frieden?
Es ist kein Zufall, dass am heutigen Tag auch die NPD marschieren will. Auch sie haben sich den “Deutschen Frieden” gegen die USA auf die Fahnen geschrieben. In ihren Forderungen ist die Friedensbewegung leider allzu oft nicht weit von denen der Nazis entfernt. Viele der heute im Namen des Friedens Versammelten wollen zwar gegen die NPD demonstrieren, werden aber in Zukunft weiterhin an der Seite der deutschen Regierung gegen die USA auf die Straße gehen.
Wenn diese angeblichen FriedensfreundInnen nur mit Mühe davon abgehalten werden konnten, ebenso wie die NPD zum US-Generalkonsulat zu marschieren, um dort im Schichtdienst mit den Nazis ihren Hass auf die USA herauszuschreien, ist dies ein trauriger Ausdruck der derzeitigen politischen Verhältnisse.
Nichtsdestoweniger ist es unsere Aufgabe, den Nazis jeden Fußbreit Boden hier und anderswo zu verwehren. Gemeinsam mit allen, die dazu bereit sind, muss es heute darum gehen, den Nazis den Weg zu versperren.
[1] Peter Strutynski (Bundesausschuss Friedensratschlag und geladener Hauptredner auf der Ostermarsch-Kundgebung in München 2004)
[2] http://www.attac-muenchen.org
[3] http://www.friedenskooperative.de
[4] Jürgen Elsässer: Rauchende Colts, in: Freitag, 16.01.2004
ThinkTank34, Ihr zuverlässiger Reiseplaner für das politische Wochenende, empfiehlt: Eine Reise nach Siegen im schönen NRW. Dort gilt es Protest gegen die Firma Steiner anzumelden, die für 100 Mio. Euro drei Gasverflüssigungsanlagen in den Iran stellen möchte…
30. August 2008, Siegen: Keine Geschäfte mit den Mullahs! Stoppt den Steiner-Deal mit dem Iran! – Kundgebung + Diskussion
Die Siegener Firma Steiner (SPG Steiner-Prematechnik-Gastec GmbH) hat vor einigen Monaten einen 100 Mio. Euro Vertrag über den Bau von drei neuen Anlagen zur Gasverflüssigung im Iran abgeschlossen. Hartmut Schauerte hat sich als Staatssekretär und CDU-Bundestagsabgeordneter aus der Region für die Beschleunigung des Geschäftes eingesetzt. Das Geschäft unterläuft so mit Unterstützung eines Regierungsbeamten alle internationalen Bemühungen, das iranische Regime unter Druck zu setzen und von seinem Atomprogramm abzubringen.
Dabei müssen wirtschaftliche Interessen gerade im Fall des Iran zurückstehen. Es darf keine Unterstützung geben für ein Regime, dass nach Atomwaffen strebt, den Holocaust leugnet und Israel mit der Vernichtung droht! Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur für Israel eine unberechenbare Gefahr, die unbedingt verhindert werden muss. Zudem ist der Iran eine brutale Diktatur. Systematisch werden Frauen, religiöse und ethnische Minderheiten diskriminiert, Gewerkschaften und politische Opposition werden zerschlagen, die Presse zensiert, Homosexuellen droht die Todesstrafe, Folter und öffentliche Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Auch außerhalb des Iran finanziert und bewaffnet der Iran islamistische und terroristische Kräfte wie die Hizbollah oder die Hamas.
Während das Regime international durch Sanktionen unter Druck steht, würden die Anlagen der Firma Steiner das iranische Regime ganz direkt stützen, denn der Energiesektor ist seine mit Abstand wichtigste Einnahmequelle und Machtbasis. Deshalb war es auch so wichtig, dass vor kurzem mit TOTAL aus Frankreich und Statoil aus Norwegen zwei Unternehmen aus politischen Gründen von ähnlichen Projekten im Iran zurückgetreten sind. Dabei ist das Iran-Geschäft von Steiner Beispiel für eine allgemeine Tendenz und Geisteshaltung innerhalb der deutschen Wirtschaft und Politik. Der Handel mit dem Iran weitet sich in diesem Jahr aus anstatt zurückzugehen, Deutschland ist noch immer wichtigster Handelspartner und unersetzbarer Technologielieferant des Iran.
Die bestehenden Gesetze und Ausfuhrbestimmungen sind längst nicht ausreichend, um die Unterstützung des Regimes durch deutsche Unternehmen zu unterbinden. Doch gerade dann, wenn noch ernsthaft versucht werden soll, den Iran mit nichtmilitärischen Mitteln von seinem gefährlichen Atomprogramm abzubringen, muss das Regime politisch und wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden.
* Keine Geschäfte mit den Mullahs!
* Keine Unterstützung für das islamistische und antisemitische Terrorregime! · Wir fordern die Fa. Steiner auf, sofort von dem Projekt zurückzutreten
* Wir fordern die Bundesregierung auf, gezielte politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen das iranische Regime zu erlassen, und solche Sanktionen auf internationaler Ebene zu forcieren
* Wir solidarisieren uns mit den oppositionellen Kräften im Iran und Exil, die gegen die islamische Diktatur und für Menschenrechte, Demokratie, individuelle Freiheit und Säkularismus im Iran kämpfen
15 Uhr Kundgebung “Keine Geschäfte mit den Mullahs! Stoppt den Steiner-Deal mit dem Iran!” an der “Siegplatte” an der Fußgängerzone, Bahnhofstraße
19 Uhr Diskussion “Das iranische Regime, die Bedrohung Israels und die deutschen Iran-Geschäfte” in der Siegbergstraße 1 (gegenüber dem unteren Eingang von Karstadt)
Mit Beiträgen von Roger Bückert (Pro-Israel-Initiative Never again!), Kazem Moussavi (Green Party of Iran), Stephan Grigat (Café Critique), Simone Dinah Hartmann (STOP THE BOMB), Jonathan Weckerle (Mideast Freedom Forum Berlin) Moderation: Alex Feuerherdt
Unterstützer / Aufrufende Gruppen: Pro-Israel-Initiative “neveragain” (Siegen), STOP THE BOMB – Bündnis gegen das iranische Vernichtungsprogramm (Wien), Mideast Freedom Forum Berlin, Green Party of Iran (Deutschland), Zionistische Organisation Deutschland, B’nai B’rith Europe, WIZO Deutschland e.V. – Women’s International Zionist Organisation, BAK Shalom der Linksjugend ['solid], Autonome Antifa Siegen, Prozionistische Linke Frankfurt, WADI e.V. (Frankfurt), Jerusalem Zentrum (Berlin), Café Critique (Wien), ILI – I Like Israel e.V. (München), Antifa 3D (Duisburg), Internetportal J-Comm Jewish Community (Köln), Projekt L (Siegen), Antifa ON (Innsbruck), take care (Frankfurt), Hamburger Studienbibliothek, Anti Nationale Nürnberger Antifa (A.N.N.A.), Arbeitskreis Antisemitismus (München).
Kontakt und Presse: Email: info@mideastfreedomforum.org Tel.: +49 (0)30 8733 3417 Fax: +49 (0)30 700 143 1010
Veranstaltung am 2. Juni 2008, 19.30 Uhr, Seidlvilla
Integrationsgipfel auf Abwegen? Gibt es nur noch Moslems und Christen?
Anmaßende Identitätszuschreibungen im Zuge der Integrationspolitik
Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass muslimische Organisationen wie der “Islamrat” oder der “Zentralrat der Muslime” den Anspruch erheben, die Interessen von allen Menschen mit migrantischem Hintergrund aus sog. “islamischen” Ländern zu vertreten. Auch die Bundesregierung scheint endlich einen passenden Ansprechpartner gefunden zu haben. Die individuellen Rechte der einzelnen MitbürgerInnen werden dabei konsequent missachtet und verletzt.
Deswegen setzt sich der Zentralrat der Ex-Muslime für folgende Ziele ein:
* die Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte als unveräußerliche individuelle Rechte des einzelnen Menschen
* die Durchsetzung der Weltanschauungsfreiheit als Freiheit, sich öffentlich wie nichtöffentlich zu religiösen oder nichtreligiösen Anschauungen zu bekennen oder dies zu unterlassen
* die Durchsetzung einer konsequenten Trennung von Staat und Kirche/Religion/Weltanschauung
* die Förderung der Völkerverständigung auf der Grundlage der allgemeinen Menschenrechte
* die Förderung des vernunftgeleiteten Denkens und der Erziehung zur Toleranz
Sprechen wird:
Mina Ahadi wurde 1956 im Iran geboren. Sie musste ihr Medizinstudium nach der islamischen Revolution 1979 abbrechen, da sie als linke Oppositionelle verfolgt wurde. Ihr Mann wurde hingerichtet, sie floh ins kurdische Grenzgebiet zwischen Iran und Irak, wo sie zehn Jahre als Partisanin lebte. 1990 floh sie nach Österreich und zog 1996 nach Deutschland. Ihren Kampf für die Frauen- und Menschenrechte führte sie auch in Europa weiter und gründete 2001 das »Komitee gegen Steinigung«. 2007 gründete Mina Ahadi den »Zentralrat der Ex-Muslime« mit, dessen erste Vorsitzende sie ist. Mina Ahadi lebt heute in Köln.
In der Veranstaltung, und Ihrem Buch “Ich habe abgeschworen” (Heyne 2008), erklärt sie, warum der Islamismus in Deutschland eine große Gefahr darstellt und warum es höchst gefährlich ist, wenn aus falsch verstandener religiöser Toleranz die Gesetze der Scharia in Deutschland geduldet werden.
veranstaltet von ThinkTank34, München www.thinktank34.org
Technorati : Islamismus, München, Veranstaltung
Nach den ganzen widerlichen nationalistischen Fler-Konzerten
undsoweiter im Münchner Club Backstage ist jetzt am 28.3.2008 das
Backstage Auftrittsort von Rodney Price alias “Bounty Killer”. Der ruft
in seinen Liedern schonmal dazu auf, Homosexuelle umzubringen: “Bun a
fire pon a puff and mister fagoty” = “lasst die Schwulen im Feuer
brennen”. Als gäbe es nicht eine jahrelange Debatte um die homophoben
Texte und Gewaltaufrufe der jamaicanischen dancehall-”Stars” “Bounty
Killer”, “Buju Banton” & Co., gibt sich das Backstage nach
Einsetzen bundesweiter Proteste gegen das Hetzkonzert wiedermal
betroffen und ahnungslos (“Das Thema ist sehr komplex”) und hat allen
Ernstes lediglich eine online-Abstimmung auf seiner homepage
eingerichtet, ob das “Bounty Killer”-Konzert denn nun stattfinden soll
oder nicht. Und wieder mal sind laut Backstage-homepage nicht die
Backstage-booker schuld, sondern die jetzt protestierenden Initiativen,
da die das Backstage “zu spät” gewarnt hätten. Eine auch sachlich
übrigens völlig unhaltbare Argumentation, ist doch bei Eingabe von
“Bounty Killer” bei google.de gleich der erste Treffer ein Artikel zur
Homophobie in Jamaica. Wir von a&p München bauen trotzdem schonmal
vor und sagen “rechtzeitig”: Hallo Backstage, nicht nur das Konzert von
“Bounty Killer” am 28.3.2008 gehört verhindert, sondern auch das
Konzert bei Euch Vollpfeifen am 23. Mai 2008. Dort soll Eurem Programm
zufolge in Eurem ach so alternativem Club nämlich “Sizzla” auftreten,
der nicht minder homophobe Kollege von “Bounty Killer”. Sizzla singt in
einem populären Lied unter anderem: “Verbrennt die Männer, die Sex mit
Männern haben.” Aber vielleicht ist das ja gar kein Zufall. “Deutsche
Reggaefans”, so schrieb es diese Woche Klaus Walter in einem
lesenswerten taz-Kommentar “verkaufen Homophobie als ‘Bestandteil der
jamaikanischen Kultur’, kolonialismusgeschädigt forever. Und Kulturen,
zumal fremde, verlangen bekanntlich ‘Respekt’. Wie einst die Religion,
das süße Opium, stiftet heute der ‘Stolz auf die eigene Kultur’ nicht
nur den Überflüssigen das bisschen ‘Identität’, das ihnen über den
Verlust akzeptabler Lebensbedingungen hinweghelfen soll. Im
Diskursdickicht um vermaledeite Kampfbegriffe wie Kultur, Identität und
Stolz wird ein schwammiger Multikulturalismus zum Wegbereiter für
reaktionären Ethnopluralismus. Exemplarisch kommentierte das
US-Hiphopmagazin The Source schon vor Jahren die Debatte um Buju
Bantons Schwulenkillerhit ‘Boom Bye Bye’. Eine Entschuldigung des
Sängers ‘bei der mächtigen Gaylobby’ sei ‘eine Kapitulation vor der
imperialistischen Macht, die dem grimmig-stolzen jamaikanischen Volk
einen unwillkommenen Lebensstil aufzuzwingen versucht’. Da haben wir
den Salat: Homophobie ist der neue Antiimperialismus.”
Gepostet von
a&p München
* Blog von supertank