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Israelsolidarität und Kritik der politischen Ökonomie: Vortrag von Stephan Grigat

12. Januar 2009

Wann? 4. Juli, 20.00 Uhr

Wo? Ehemalige Mitarbeitermensa der Geschwister-Scholl-Universität (Leopoldstr. 13a, U3/U6 Giselastr.)

Nimmt man die Rede von einer gesellschaftlichen Totalität ernst und hält man Marx` Hinweis, daß die Ware die Elementarform der kapitalistischen Gesellschaft ist, für richtig, so versteht es sich von selbst, daß auch der Haß auf Israel in Beziehung zur Warenstruktur und dem ihr eigenen Fetischismus gesetzt werden muß.

Die den Verwertungsimperativen des Kapitals und den Herrschaftsimperativen des Staates gehorchende Gesellschaft bringt den Antisemitismus als wahnhaften Versuch der Konkretisierung des Abstrakten immer wieder hervor. Der israelische Staat ist die Reaktion auf diesen Antisemitismus – die Solidarisierung mit diesem Staat ist schon daher für jeden Kritiker des kapitalbedingten Verhängnisses zwingend.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, gehört zu der Gruppierung „Café Critique“ und arbeitet als freier Autor in Tel Aviv; Herausgeber von „Transformation des Postnazismus. Der deutsch-österreichische Weg zum demokratischen Faschismus“ (2003) sowie von „Feindaufklärung und Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“ (erscheint 2005 im ça ira-Verlag).

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